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Wemding

09.02.2018

Der Tanzmajor gibt alles

Der 17-jährige Robin Fackler zeigt in der Faschingszeit als Tanzmajor der Faschingsgesellschaft Wemdosia sein Können.
Bild: Kapfer

Robin Fackler wirbelt bei der Wemdosia solo über die Bühne – das ist ziemlich einmalig.

 Wenn die Garden der Wemdosia ihr Programm darbieten, kommt der Moment, bei dem das Publikum stutzt. Klar, eine Solotanznummer gehört einfach dazu. In aller Regel wirbelt ein Tanzmariechen über die Bühne. Doch bei der Wemdinger Truppe ist das anders: Bei der gibt Robin Fackler den Alleinunterhalter. Damit ist er weit und breit der einzige Tanzmajor – und es macht ihm großen Spaß.

Zur Faschingsgesellschaft Wemdosia stieß Robin schon mit sieben Jahren. 2007/08 war er Kinderprinz, Robin I.. Das gefiel ihm. Vor allem das Tanzen hatte es ihm angetan. Robin machte auch danach mit. Erst in der Kindershowtanzgruppe, dann beim Kindertanzpaar, dann in Jugendmarsch- und in Jugendshowtanzgruppe. Seit einem Jahr ist der Auszubildende – er lernt Industriemechaniker – bei den „Großen“: der Prinzengarde und der Showtanzgruppe „Flames“. Letztere trainiert er auch.

Eine Lücke geschlossen

Doch bei der Wemdosia tat sich eine Lücke auf. Bereits in der vergangenen Saison gab es keine Solotänzerin. Also fragten die Verantwortlichen Robin, ob er diesen Job übernehmen wolle. Der 17-Jährige sagte gerne zu: Es bereite ihm keine Probleme, allein auf der Bühne zu stehen. Die körperlichen Fähigkeiten brachte er schon mit. Zwar betreibt er sonst keinen Sport, aber eine Trainerin brachte ihm bei der Wemdosia schon als Kind bei, wie man Rad schlägt und in den Spagat geht. Das kann Robin auch aus dem Stand: „Mittlerweile tut es nicht mehr weh.“

Die Choreografie für den zweiminütigen Soloauftritt erarbeitete er im Sommer zusammen mit einer Trainerin. Am schwierigsten sei der Handstand gewesen: „Den musste ich erst lernen.“ Bis zur Premiere am 11.11. übte Robin fleißig. Als er seinen Tanz zu klassischer Gardemusik in einem eigens geschneiderten rot-weißen Kostüm erstmals vor Publikum zeigte, sei dies ein voller Erfolg gewesen: „Es hat alles geklappt. Ich bin sehr bejubelt worden.“ Dabei seien die 120 Sekunden ziemlich anstrengend: „Da ist alles drin. Man will alles geben.“

Von den Tänzerinnen – die sind (nicht nur) bei der Wemdosia deutlich in der Überzahl – werde er voll akzeptiert: „Die Mädels feuern mich voll an. Ich bin froh, in einer so tollen Truppe zu sein.“

Seit Januar ist der Tanzmajor jedes Wochenende zweimal im Einsatz. Zum Faschingsfinale stehen drei Auftritte an. Bei einigen Umzügen ist Robin ebenfalls dabei. Die neue Rolle möchte er beibehalten: „Ich habe schon vor, das auch die nächsten Jahre zu machen.“ Da wird sich dann auch das Publikum an den männlichen Vorzeigetänzer gewöhnt haben.

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