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Bau

23.04.2015

Der alte Donauhafen bekommt sein neues Gesicht

Auf dem Papier besteht das Projekt „Alter Donauhafen“ schon lange. Doch mittlerweile lassen sich die ersten Ergebnisse vor Ort erkennen. Mit Liebe zum Detail werden die alten Ufermauern saniert.
Bild: Hilgendorf

Das historische Gelände wird neben dem Fluss in Donauwörth wieder errichtet. Es soll ein neues Freizeitgelände an der Donau für alle entstehen

Manch einer mag sich die Augen reiben, wenn er auf der Donaubrücke unterwegs ist und auf die frisch renovierte Mauer am Fluss schaut: „Alter Donauhafen“ steht da seit einigen Monaten in stolzen Lettern. Lang ist es her, als der Donauhafen noch in Betrieb war und hier Lastkähne anlegten. Die Stadt will das bislang brachliegende Gelände wieder beleben – die Bauarbeiten sind nun in vollem Gange. Jetzt wurden im Donauwörther Bauausschuss weitere Planungsdetails bekannt. Klar ist: Alle Bürger sollen etwas von dem historischen Gelände haben.

Das Wasserwirtschaftsamt hat die ersten Arbeiten an der Mauer zum Donauhafen gleich neben der Brücke abgeschlossen, die Wand ist gesetzt, der Schriftzug in Stein gemeißelt. Jetzt stellten die Nürnberger Landschaftsarchitektinnen vom Büro WGF ihre Planungen zur Gestaltung des Areals vor. Demnach sollen Böschungen die nackten Mauern zum Teil begrünen. Ferner wird es einen Fußweg am Fluss von der Donaubrücke ausgehend in Richtung Arbeitsagentur geben. Drei Treppen sollen zu dem Promenadenweg führen, Grünflächen zum Ausruhen oder auch Picknicken einladen. Und: Mehrere Bänke werden den Besuchern Sitzgelegenheit bieten.

Jetzt werden die Details bekannt

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Interessant auch die kleinen Details, welche die Geschichte des Hafens darstellen sollen. Restauratoren haben die Fundamente der alten Kräne für die Donau-Frachtschiffe freigelegt – sie sollen erhalten bleiben, an selber Stelle werden sogar „neue alte“ Exemplare wieder errichtet. Auch das historische Pflaster wurde inzwischen gesichert. Es werde, so die Planerinnen, wiederverwendet beim Bau der neuen Promenade am Fluss.

Auch die historische Treppe in der Nähe der Pension Graf (Zirgesheimer Straße) konnte freigelegt werden. Die Steine wurden geborgen, auch sie werden am gleichen Standort wieder gelegt. Allerdings soll die Anlage zwar mit deutlichem Blick für die Geschichte, aber eben auch zeitgemäß gebaut werden: Sie wird behinderten-, kind- und kinderwagengerecht gestaltet sein. Das Gelände an jenem Donauabschnitt in Richtung Zirgesheim soll zwar originär nicht für Radler gedacht sein – doch es ist zumindest zugänglich für Fahrradfahrer konzipiert.

Unter der Donaubrücke werde des Weiteren ein 2,6 Meter breiter Steg in Richtung Kleine Wörnitz/Ried angebracht, wie Stadtbaumeister Kay Wannick erklärte.

Auf dem weitaus größeren Teil des geplanten Erholungsgeländes an der Donau, dem Areal parallel zur Zirgesheimer Straße Richtung Arbeitsagentur, sind auch größere Sitzstufen angedacht. Es handelt sich dabei um Beton- oder Natursteinquader, die mit Holzaufsätzen beschlagen sind – die Blickrichtung führt hin zur Donau. Scharlach-Rosskastanien sollen den Donauwörthern und den Besuchern der Stadt Schatten spenden, Schnitthecken sorgen weiterhin für eine neue innerstädtische grüne Lunge.

Baubeginn womöglich ab September

Eine rege Debatte unter den Ausschussmitgliedern entbrannte an der Frage, ob an dem Ufergemäuer entlang des Fußweges ein Geländer angebracht werden soll oder nicht. Diese Frage wurde allerdings nicht abschließend geklärt. Mit dem Baubeginn an den Außen- und Grünanlagen ist womöglich ab September zu rechnen, die Gesamtkosten werden auf 1,8 Millionen Euro beziffert – wobei allerdings erhebliche Zuschüsse zu erwarten sind (siehe Infokasten). Debatten gab es im Ausschuss um die Beleuchtung des Geländes. Ein Planungsbüro schlug 15 leicht geschwungene, bis zu 9,4 Meter hohe LED-Masten vor, die Materialkosten beliefen sich hierbei auf rund 108000 Euro. Hier soll noch geprüft werden, ob es nicht etwas traditionellere Alternativen gäbe.

Dem Grundsatzbeschluss zur weiteren Planung stimmten sämtliche Mitglieder des Donauwörther Bauausschusses zu.

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