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Harburg

11.06.2018

Der erste Bestattungswald im Donau-Ries-Kreis

Einen Baum pflanzten (von link) Anna und Carl Eugen zu Oettingen-Wallerstein, Peter Thrul und Jürgen Deg bei der Einweihung des Bestattungswalds Waldruh.
Bild: Rapp

Die Begräbnisstätte am Hühnerberg bei Harburg ist jetzt offiziell eingeweiht. Warum der Betreiber einen Bedarf dafür sieht.

Am Hühnerberg hoch über Harburg ist im Wallersteiner Forst nun das Gelände der Naturbestattung Waldruh offiziell eingeweiht worden. Der Firma zufolge, die zum fürstlichen Haus Oettingen-Wallerstein gehört, handelt es sich um den ersten Bestattungswald im Landkreis Donau-Ries.

Begleitet von den Klängen der Jagdhornbläser Donauwörth wohnte neben dem Erbprinz und der Erbprinzessin zu Oettingen-Wallerstein eine Reihe von Gästen der Zeremonie bei. Auf dem Andachtsplatz begrüßte Carl Eugen Prinz zu Oettingen-Wallerstein die Gäste und erklärte, wie er sich lange und intensiv mit dem Thema Baumbestattungen auseinandergesetzt habe. Das Erinnern und Gedenken an die Gestorbenen sei für viele Menschen von zentraler Bedeutung. Aber die Lebensumstände und Gewohnheiten der Gesellschaft hätten sich gewandelt: „Durch die zunehmende Entfernung der Wohnorte einzelner Familienmitglieder ist es vielen leider kaum möglich, sich liebevoll um die Grabpflege im klassischen Sinne zu kümmern.” Zudem suchten immer mehr Menschen schon zu Lebzeiten die Stille und Idylle des Waldes und der Wunsch nach einem „friedlichen Ruheplatz im Grünen“ werde bei vielen immer stärker.

Bekanntlich zog sich die Inbetriebnahme des Ruhewalds einige Zeit hin. Neben dem Erbprinzen zu Oettingen-Wallerstein sprachen auch Jürgen Deg sowie stellvertretender Landrat Peter Thrul bei der Einweihung des zehn Hektar großen Areals. Die Gäste erhielten eine Führung von Angelina Hafner, Leiterin der Waldruh Naturbestattungen, die auch nahe Aalen einen solchen Bestattungswald bei Aalen betreibt. Hafner erläuterte das Konzept der Waldruh, den Wald, die Grabarten, die Baumauswahl und den Ablauf einer Beisetzung.

Mit der Pflanzung einer Blutbuche durch Thrul, Deg, den Erbprinz und die Erbprinzessin zu Oettingen-Wallerstein endete der offizielle Teil der Feier. Der Baum soll an den Eröffnungstag erinnern. (dz)

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