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Donauwörth

11.05.2020

Die Arbeit staut sich in den Behörden

Am Landratsamt Donau-Ries sind zur Zeit bis zu 200 Mitarbeiter mit dem Thema Corona beschäftigt.
Bild: Ulrike Eicher

Plus Wegen Corona muss im Landratsamt Donau-Ries aktuell einiges liegen bleiben.

Die Pandemie hat viel durcheinandergewirbelt, auch in den Behörden musste man sich erst neu finden und organisieren. Und Corona und Co bindet viele Kräfte. Am Landratsamt sind bis zu 200 Mitarbeiter mit diesem Thema beschäftigt. Doch auch der normale Alltagsbetrieb soll weitergehen. Da kommt es bisweilen jedoch zu Einschränkungen und Verzögerungen.

Mitunter lange Wartezeiten auf Termin bei der Zulassungsstelle Donauwörth

Dass einiges anders läuft am Landratsamt in Donauwörth, ist an so ziemlich jeder Zugangstür der Kreisbehörde, die sich auf verschiedene Gebäude verteilt, sofort zu erkennen: „Zugang mit Mundschutz“ heißt es da etwa. Die Pandemie bestimmt den Alltag auch hier maßgeblich mit. Indessen heißt es für Bürger nun auch mal warten, was das normale Geschäft angeht. Beispiel Zulassungsstelle. Hier berichtete ein Bürger jüngst, dass ihm in Donauwörth für sein neu erworbenes Auto erst ein Termin zur Zulassung in gut drei Wochen angeboten worden sei. In Nördlingen habe dies allerdings von einem Tag auf den anderen erledigt werden können. Woran liegt der Unterschied – und woran die offensichtlich lange Bearbeitungsdauer an sich?

Auf Nachfrage unserer Redaktion teilt die Kreisbehörde hierzu mit: „Aufgrund der geltenden Ausgangsbeschränkungen durch Covid-19 wurde zunächst der Betrieb unserer Zulassungsstellen auf das notwendigste Maß heruntergefahren. Dies führte naturgemäß und auch durch die aktuelle Jahreszeit bedingt zu einem größeren Rückstau.“ Der Umfang der Tätigkeiten im Amt an sich sei „regelmäßig neu bewertet und den sich ständig neu entwickelnden Lagen angepasst“ worden. So sei beispielsweise mit der Wiederzulassung des Kfz-Handels auch die Zulassung jeglicher Fahrzeuge „aufgrund des Abstandsgebotes in geringerem Umfang“ wieder ermöglicht worden. Auch seien „intern bereits mehrfach flexibel weitere Termine vergeben“ worden, „um den vorhandenen Rückstau möglichst schnell zu bewältigen“. Durch die verschärften Auflagen und die „frühjahrsbedingt bereits sehr hohe Anzahl an Zulassungswünschen können längere Wartezeiten aber leider nicht immer vermieden werden“, so die Behörde weiter.

Kurzum, durch die Pandemie und die Konsequenzen für die Behörden – sprich: Abzug von Mitarbeitern für den Corona-Bereich – staut sich die Arbeit. Sukzessive versucht man vorsichtig, sich wieder an den Normalbetrieb heranzutasten.

Homeoffice für viele Mitarbeiter des Landratsamtes in Donauwörth

Derweil zeigen die digitalen Möglichkeiten der Technik in vielen Wirtschaftsbereichen jetzt ihre segensreichen Möglichkeiten. Zum einen arbeiten auch in den Behörden viele Kollegen besser geschützt im Homeoffice – was aber andererseits mithin zu weniger Präsenz in der zentralen Behörde an sich führt.

Wie Landrat Stefan Rößle bereits vor den Kommunalwahlen ausführte – unabhängig von Corona –, solle das Digitale Schritt für Schritt ausgeweitet werden im Sinne der Bürger. Unter www.donau-ries.de/online sind die aktuell möglichen Online-Dienste am Landratsamt Donau-Ries zu finden. Diese würden „regelmäßig ergänzt und sollen planmäßig noch im Laufe dieses Jahres durch eine neue, optimierte Homepage schrittweise ausgeweitet werden“, so die Behörde auf Nachfrage. Online sind beispielsweise Möglichkeiten der Terminvergabe aufgeführt, zahlreiche Anträge und Formulare stehen ebenfalls zur Verfügung. Das Wichtigste aber: Hier sind auch die Kontakte der Ansprechpartner aufgeführt – denn es ist wohl immer noch besser, direkt mit Menschen zu kommunizieren als mit Maschinen.

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