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06.03.2009

Die Burg mit der Stadt näher zusammenbringen

Harburg (sb-) - "Vergessen Sie, was sie bis jetzt über Städtebausanierung wussten und öffnen Sie sich für ein neues Programm" - mit diesen Worten versuchte Ulrike Widmann von der Regierung von Schwaben die Harburger Stadträte am Donnerstagabend bei ihrer Sitzung zu überzeugen. Der Grund: Das klassische Städtebauförderungs-Programm wird nicht weiter bestehen. Das neue Programm heißt "Städtebaulicher Denkmalschutz" und stellt für Harburg laut Widmann eine große Chance dar. "Damit können wir die Burg endlich besser mit der Stadt verbinden."

Bislang zählte die Harburg nicht zum Sanierungsgebiet der Stadt. Das soll sich mit dem neuen Programm ändern, was vom Stadtrat einstimmig beschlossen wurde. Außerdem soll zusätzlich die Schule mit ins Förderungsprogramm aufgenommen werden. Das heißt, dass in Zukunft beide Projekte staatlich gefördert werden können.

Das neue Förderprogramm ist voraussichtlich auf sieben Jahre begrenzt, in dieser Zeit sollen die ersten Projekte angepackt oder gar fertiggestellt werden. Eine komplette Sanierung der Harburg sei jedoch utopisch. Die derzeit laufende Saalrenovierung könne weiterhin mit Sonderkonditionen gefördert werden.

"Bei so einem besonderen Denkmal kann die Regierung eher ein wenig mehr dazuzahlen", so Widmann. Der Eigenanteil der Förderung ist um die Hälfte geringer als bei anderen Projekten. Bauherr ist jedoch nicht die Stadt, sondern die Stiftung der Burg. Harburg sei lediglich ein Sanierungsbeteiligter, sagte Bürgermeister Wolfgang Kilian.

Die Burg mit der Stadt näher zusammenbringen

1978 ist Harburg zum ersten Mal in die Städtebauförderung aufgenommen worden. Bis heute flossen rund 1,5 Millionen Euro für Sanierungen in der Stadt. "Es ist Zeit, um endlich wieder was Neues zu beginnen", forderte Regierungsdirektorin Widmann.

Erster Schritt war nun die Zustimmung der Stadträte für das neue Programm sowie der Wechsel des Architektenbüros. Künftig wird der Münchner Eberhard von Angerer die Planungen in Harburg übernehmen.

Stadtrat Alois Stadler (CSU) zeigte sich begeistert: "Ich denke, dass das neue Programm eine riesen Chance ist, endlich näher mit der Harburg zusammenzurücken. Sie ist unser Aushängeschild." Günter Peraus (Junge Bürger) brachte es auf den Punkt: "Harburg wird nie eine Industriestadt sein. Deswegen sollten wir alles für den Tourismus tun. Die Harburg gehört dazu."

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