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Die Corona-Realität hat die Bürger im Landkreis Donau-Ries eingeholt

Kommentar Von Barbara Wild
23.10.2020

Plus Es ist verständlich und menschlich, dass wir uns nach einigen Wochen Unbeschwertheit ernüchtert fühlen. Denn wir können schon ahnen, was kommt. Die Corona-Realität hat uns eingeholt.

Nach so einer Woche ist es Zeit, durchzuatmen und die Lage mit Ruhe zu betrachten. Ja, wir haben ein rasant wachsendes Infektionsgeschehen im Kreis. Ja, wir sind rot, vermutlich bald dunkelrot. Ja, wir alle müssen massive Einschränkungen hinnehmen.

Es ist verständlich und menschlich, dass wir uns nach einigen Wochen Unbeschwertheit und Schlagzeilen, die weniger von Corona dominiert waren, jetzt erschöpft oder zumindest ernüchtert fühlen. Denn wir können schon ahnen, was kommt. Auf was wir alle verzichten müssen. Die Corona-Realität hat uns eingeholt.

Egal ob es Eltern sind, die gegen eine Maskenpflicht oder für Präsenzunterricht kämpfen. Ob es Gastronomen sind, die an der Sperrstunde und schwindenden Umsätzen zu kauen haben, oder Kultureinrichtungen, die ohne Publikum vor der Existenzfrage stehen. Wir alle müssen uns noch einmal in Erinnerung rufen, warum das alles nötig ist.

Sars Covid-19 ist ein nach wie vor unbekanntes, hoch ansteckendes Virus. Es kann tödlich sein. Wir wissen nichts über die Spätfolgen, es gibt keine medizinische Behandlung, es gibt keinen Impfstoff. Es gibt nur zwei Wege, damit umzugehen: Eindämmen oder laufen lassen. Bayern – und damit auch der Landkreis Donau Ries – will das Virus eindämmen. Und die Maßnahmen, die jetzt getroffen werden, sind dafür gemacht, uns alle zu schützen – Kleinkinder, Grundschüler, Teenager, Lehrlinge, Erwachsene, Familien, Omas und Opas, Kranke und Pflegebedürftige und alle, die ich jetzt vergessen habe. Jedes Menschenleben ist es wert, gerettet zu werden. Darauf basiert unsere Gemeinschaft.

Dafür muss jeder seinen Beitrag leisten. Um diese Bereitschaft zu erreichen, muss Landrat Rößle noch genauer informieren und mehr erklären. Warum macht es das Infektionsgeschehen im Kreis nötig, in der Schule so vorzugehen? Wie viele Kinder waren infiziert? Wer hat die Entscheidung aus welchen Gründen befürwortet? Information schafft Akzeptanz, die wir so dringend brauchen.

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