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23.02.2015

Die Einsätze haben deutlich zugenommen

Ehrenzeichen sind keine Entschädigung für geleistete Dienste, sondern äußere Zeichen der Anerkennung und des Dankes für den persönlichen Einsatz für das Allgemeinwohl, sagte Kreisbrandrat Mieling (stehend 1. von rechts). Die Geehrten wussten diese Anerkennung zu schätzen.
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Ehrenzeichen sind keine Entschädigung für geleistete Dienste, sondern äußere Zeichen der Anerkennung und des Dankes für den persönlichen Einsatz für das Allgemeinwohl, sagte Kreisbrandrat Mieling (stehend 1. von rechts). Die Geehrten wussten diese Anerkennung zu schätzen.

Feuerwehren im Landkreis waren im vergangenen Jahr über 23000 Stunden für andere da

„Unsere Feuerwehren sind uns lieb und teuer. Sie kosten was, sind aber auch unheimlich kostbar“, drückte Landrat Stefan Rößle in seinem Grußwort bei der Frühjahrsdienstversammlung seine Wertschätzung für die Arbeit der Feuerwehren im Landkreis aus. Die Feuerwehren in der Region seien ausgesprochen gut aufgestellt und deswegen sei der Landkreis auch einer der sichersten in ganz Deutschland. „Diese Sicherheit ist Lebensqualität“, fuhr Rößle fort und stellte die Blauröcke als Vorbild unserer Gesellschaft heraus.

Dass die Wehren darüber hinaus einen wichtigen Bestandteil des Vereinslebens in den Dörfern darstellen, hob Marxheims Bürgermeister Alois Schiegg heraus. Landtagsabgeordnet Wolfgang Fackler lobte die Omnipräsenz der Brandschützer und sah jeden Euro gut angelegt, den der Freistaat für das Feuerwehrwesen ausgebe.

Die etwa 380 Führungskräfte, Kommandanten und deren Stellvertreter, die zur Dienstversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Donau-Ries in die Diepoldhalle der Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint gekommen waren, hörten diese Anerkennung gerne. Dass jedoch hinter dem ehrenamtlichen Dienst am Nächsten jede Menge Arbeit mit bis oft an die Grenzen gehender physischer wie psychischer Belastung steckt, konnte man aus dem Bericht von Kreisbrandrat Rudolf Mieling entnehmen. 1184 mal wurden im vergangenen Jahr die Feuerwehren im Landkreis alarmiert, was gegenüber dem Jahr 2013 eine Steigerung von 256 Einsätzen bedeutet und heißt, dass die Wehren durchschnittlich viermal am Tag zu den insgesamt 225 Bränden, 728 Technischen Hilfeleistungen, 80 Sicherheitswachen, 95 Fehlalarmen, 52 sonstigen Einsätzen und auch zu vier Rettungsdiensteinsätzen ausgerückt sind. Dabei wurden 23211 Arbeitsstunden geleistet, nicht gerechnet sind die Zeiten der Brandwachen oder Aufräumarbeiten. Wie Mieling weiter berichtete, ist die Anzahl der Großbrände rückläufig, denn viele Brände konnten dank der immer besser werdenden Ausbildung und Ausrüstung schon in ihrer Entstehungsphase eingedämmt werden. 96 Personen konnten bei Verkehrsunfällen gerettet werden und doch waren trotz der schnellstmöglichen Hilfsmaßnahmen 17 Verkehrstote zu beklagen, bei einem Wohnungsbrand in Kaisheim gab es zwei Todesopfer. In 29 Wehren vollzog sich ein Generationswechsel, jüngere Männer traten in die Fußstapfen ihrer meist aus Altersgründen ausgeschiedenen Vorgänger.

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Keine kostspielige Freizeitgestaltung

Mieling dankte allen Aktiven für ihren selbstlosen Einsatz und verwies auch auf die Bereitschaft der Angehörigen und Arbeitgeber, ohne deren Verständnis der Feuerwehrdienst in dieser freiwilligen Form nicht möglich wäre. Sein Dank galt auch den Kommunen, denn die Zunahme der Einsätze erfordere auch eine sach- und zeitgerechte Ausrüstung. Trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Lage der Städte und Gemeinden wurde der Sachbedarf bis auf wenige Ausnahmen gedeckt. Die kostspieligen Fahrzeuge und Geräte dienten nicht der Freizeitgestaltung der einzelnen Feuerwehrmänner, sondern würden für jeden in Not geratenen Bürger eingesetzt, stellte Mieling fest und appellierte an die Mandatsträger, in der Feuerwehr keinen unbequemen Kostenfaktor zu sehen, sondern dafür zu sorgen, dass den Wehren das nötige Rüstzeug für ihre Aufgaben zur Verfügung gestellt wird.

Ausbildungsleiter Andreas Degeler konnte über großen Fleiß bei der Aus- und Weiterbildung berichten: 177 Kameraden nahmen an den Lehrgängen der Feuerwehrschulen teil, 234 unterzogen sich der örtlichen Ausbildung zum Truppmann, Truppführer, Maschinist und Atemschutzträger. 2800 Feuerwehr- und 820 Führungskräfte müssen für den Digitalfunk ausgebildet werden, etwa 60 Prozent seien bereits erfolgreich geschult. 1197 Leistungsabzeichen wurden erfolgreich abgelegt. Atemschutzausbildungsleiter Alexander Zobel berichtet von drei Grundlehrgängen mit 48 Neulingen, 785 Atemschutzträger unterzogen sich den vorgeschriebenen Wiederholungsübungen. Die lang ersehnte Atemschutzübungsanlage werde am 21. Juni eingeweiht.

Auch wenn es immer schwieriger würde, Jugendliche für die Feuerwehr zu gewinnen, stimmte der Bericht von Kreisjugendwart Marco Härtle dennoch positiv: 451 Jungen und 151 Mädchen sind bei der Jugendfeuerwehr aktiv. In Megesheim und Daiting wurden neue Gruppen gegründet. 28 Jugendliche unterzogen sich der Bayerischen Jugendleistungsprüfung, 415 Jugendliche hatten den Wissenstest erfolgreich abgelegt.

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