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Rettungskräfte

25.06.2019

Die Feuerwehr hat jetzt zwei Fahrzeuge

Freude bei der Ebermergener Feuerwehr über das Tragkraftspritzenfahrzeug Logistik: (von links) Vorsitzender Marcus Göttler, Zweiter Kommandant Stefan Winter und Kommandant Marcus Riedel.
Bild: Widemann

In Ebermergen ist ein Fahrzeug vom Typ TSF-L im Einsatz – Premiere im Kreis

Gleich zwei Premieren gab es bei einem Fest der Feuerwehr in Ebermergen zu feiern. Die verfügt erstmals in ihrer 134-jährigen Geschichte über zwei Fahrzeuge. Zudem hat die Ebermergener Wehr als Erste im Donau-Ries-Kreis ein Tragkraftspritzenfahrzeug Logistik, kurz TSF-L, in Gebrauch.

Das Besondere an diesem: Es verfügt neben einer Wasserpumpe über eine Ladefläche, die mit Containern bestückt werden kann – je nach Art des Einsatzes. Es steht beispielsweise Ausrüstung bereit, um einen Einsatzort zusätzlich zu beleuchten, einen Ölschaden zu beseitigen oder bei einer Überschwemmung zu helfen. In einem weiteren Container befindet sich ein 500 Meter langer B-Schlauch. Das Fahrzeug verfügt zudem über einen ausfahrbaren Masten mit Scheinwerfer. Die Technik hat ihren Preis, wie Bürgermeister Wolfgang Kilian auflistete: Das TSF-L kostete fast 174000 Euro. 40000 Euro davon übernahm der Staat, mit 5000 Euro beteiligte sich der Feuerwehrverein in Ebermergen. Kilian sagte bei dem Festakt: „Das neue Fahrzeug sorgt für ein Stück mehr Sicherheit im Stadtgebiet von Harburg.“

Neben dem TSF-L besitzt die Feuerwehr in Ebermergen nun auch einen Mannschaftstransportwagen. Den schaffte sich die Wehr selbst an. Sie kaufte den gebrauchten Kleinbus (Baujahr 2009) für 10000 Euro, baute ihn um. Dabei wurden laut Kommandant Marcus Riedel ehrenamtlich 480 Stunden geleistet und der Verein investierte nochmals rund 8000 Euro.

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Dass die Feuerwehr den Kleinbus erwarb, hat laut Riedel einen einfachen Grund: Das neue TSF-L verfügt aus Gewichtsgründen lediglich über sechs Sitzplätze. Folglich könnten mit diesem Gefährt nur wenige Einsatzkräfte zu einer Unglücksstelle gelangen. Der Mannschaftstransportwagen sichere somit die Schlagkraft der Wehr. Die beiden Fahrzeuge sind seit Ende 2018 in Betrieb und haben sich bereits bei mehreren Einsätzen bewährt.

Der ehemalige Kommandant Alexander Beck blickte auf die langwierige Entscheidungsfindung zurück, ein TSF-L anzuschaffen. Für dieses habe man sich in Absprache mit den Verantwortlichen der Stadt entschieden, weil es so flexibel einsetzbar sei.

Im Rahmen eines Gottesdienstes am Feuerwehrhaus erbat Pfarrerin Sabine Schneider Gottes Segen für die beiden Feuerwehrautos. Feuerwehr sei kein Selbstzweck, sondern ein Auftrag, sagte die Seelsorgerin. Grußworte sprachen Kreisbrandrat Rudolf Mieling und der stellvertretende Landrat Reinhold Bittner.

Am Nachmittag waren bei einer Fahrzeugschau diverse Feuerwehr-Lkw aus dem Landkreis zu sehen. Zudem gab es einige Vorführungen. Unter anderem demonstrierten Feuerwehr und Rotes Kreuz aus Harburg, wie verletzte Personen nach einem Unfall aus einem Auto gerettet werden. (dz)

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