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Jubiläum

20.02.2018

Die Gartenarbeit hielt sie fit

Landrat Stefan Rößle (links) und Harburgs Bürgermeister Wolfgang Kilian (rechts) gratulierten Margarete Schroll zum 100. Geburtstag.
Bild: Dollinger

Die Harburgerin Margarete Schroll feiert ihren 100. Geburtstag. Sie kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen.

Von Daniel Dollinger

Harburg Gefragt, was ihr Wunsch zum Geburtstag ist, hat Margarete Schroll schnell eine Antwort parat: „Gesund bleiben möchte ich.“ Das hatte in den vergangenen Jahren ja auch geklappt, schließlich feierte Margarete Schroll am heutigen Dienstag ihren 100. Geburtstag.

Als Siebtes von acht Kindern in der Nähe von Oberviechtach in der Oberpfalz geboren, ging Margarete Schroll nach der Schule zu ihrer Schwester, die gerade ihr zweites Kind geboren hatte und bei der sie im Haushalt mithalf. Später dann zog es sie für ein Jahr nach Luxemburg, wo sie, wie sie selbst sagt, „bei sehr netten Leuten“ unterkam.

Vor dem Krieg zog Margarete Schroll dann nach München, wo sie 1939 ihren Mann Walter heiratete. Nach einem Bombenangriff kehrte die Familie nach Harburg, dem Heimatort ihres Mannes zurück; hier kam auch der einzige Sohn Dieter zur Welt. Ihr Mann Walter arbeitete zunächst bei der Post, später dann bei der Bundesbahn. „Er hat die Strecke zwischen Harburg und Nördlingen wieder mitaufgebaut, die war ja im Krieg zerbombt worden“, erzählt die rüstige Seniorin. Sie kümmerte sich um den Haushalt und den Sohn, und kam ihrer großen Leidenschaft nach: der Gartenarbeit. Ein Grundstück mit rund 6000 Quadratmetern Fläche bewirtschaftete sie lange Zeit. Ihr Mann Walter verstarb im Jahr 1985, wenige Jahre später gab Margarete Schroll dann ihren Garten auf und kaufte sich von dem Geld eine Eigentumswohnung. Und bis vor wenigen Wochen konnte sich die Rentnerin dort auch noch selbst versorgen, sie zog erst Anfang Januar bei Sohn Dieter und Schwiegertochter Gabi ein.

Gestern nun feierte sie im kleinen Kreis, Landrat Stefan Rößle und Harburgs Bürgermeister Wolfgang Kilian kamen zum Gratulieren. Kilian, der von Dieter Schroll in der Grundschule unterrichtet wurde, merkte an, dass sich die Jubilarin durch rein gar nichts aus der Ruhe bringen ließe. Er überbrachte auch die Glückwünsche des bayerischen Ministerpräsidenten. Am Wochenende wird der Geburtstag noch einmal im größeren Rahmen begangen. Dann sind auch die beiden Enkeltöchter und die beiden Urenkel bei der Feier dabei.

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