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Tagung

28.04.2011

Die Landwirtschaft wandelt sich

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung von VLF und VLM Donau-Ries wurden (von vorne links) Karlheinz Kilian, Marianne Ruisinger-Kolle, Marianne Weng, Eva Endres, Georg Stoller ausgezeichnet. Mit ihnen freuen sich (hinten von links) Geschäftsführer Josef Fischer, Notar Dr. Martin Jung und Landrat Stefan Rößle.
Bild: Foto: privat

VLF und VLM ziehen Jahresbilanz und ehren Mitglieder

Fünfstetten Der Verband für Landwirtschaftliche Fachbildung (VLF) und der Verband der landwirtschaftlichen- und hauswirtschaftlichen Meister und Meisterinnen und Ausbilder und Ausbilderinnen (VLM) hatten zu ihrer Jahresversammlung in das Gasthaus Sonne nach Fünfstetten eingeladen. VLF-Vorsitzender Georg Stoller führte aus, dass die Landwirtschaft sich in einem großen Umwandlungsprozess befinde. Neben der vorrangigen Produktion von hochwertigen Nahrungsmitteln gewinne immer mehr das Thema nachwachsende Rohstoffe in der Landwirtschaft Bedeutung. Dies führe zu Konkurrenz zwischen Landwirten als Nahrungsproduzenten und Landwirten als Energiewirte.

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Der Geschäftsführer des VLF und des VLM, Leitender Landwirtschaftsdirektor Josef Fischer, erstattete den Bericht über die Veranstaltungen und Tätigkeiten des Verbandes im Jahr 2010. Die 33 durchgeführten Veranstaltungen der Frauen- und Männergruppe besuchten insgesamt rund 1350 Teilnehmer. Im VLF sind zurzeit 2241 Mitglieder organisiert.

Silbernes Verbandsabzeichen

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Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung verdienter Mitglieder durch die beiden Verbände. Mit dem silbernen Verbandsabzeichen des VLF wurden Eva Endres, Donaumünster, Marianne Weng, Nähermemmingen und Georg Stoller, Wallerstein, ausgezeichnet. Das Silberne Verbandsabzeichen des VLM erhielten Marianne Ruisinger-Kolle, Nördlingen und Karlheinz Kilian, Harburg. In seiner Laudatio hob Geschäftsführer Fischer die langjährigen Verdienste der neuen Silbernen Verbandsabzeichen-Träger für die beiden Verbände hervor. Die Geehrten sind nicht nur lange Jahre Vorstandsmitglieder oder Vorsitzende bei den Verbänden, sondern sie engagieren sich auch in der Berufsvertretung, in der Kirchengemeinde und bei der Ausbildung junger Landwirte und Hauswirtschafter.

Anschließend berichtete Schriftführer Johannes Riegel in seinem Protokoll über die letzte Jahreshauptversammlung. Der Kassenbericht der beiden Verbände wurde von Paul Wohlfrom und Ottmar Hurler vorgetragen. Für den VLM erstattete der Vorsitzende Karlheinz Kilian den Geschäftsbericht. Er bat die Mitglieder um Teilnahme an den geplanten Veranstaltungen und lud zu den Sternfahrten des VLM im Sommer ein.

In seinem Grußwort stellte Landrat Rößle die Bedeutung der Landwirtschaft für den Landkreis Donau-Ries heraus. Außerdem informierte er die Mitglieder über organisatorische Veränderungen am Landratsamt, insbesondere am Bauamt. Er hob hervor, dass sich das Landratsamt über jeden Bauantrag, der aus der Landwirtschaft komme, freue und diesen auch zügig bearbeiten wolle. BBV-Kreisobmann Karl Wiedenmann dankte in seinem Grußwort dem Landkreis für die Unterstützung der Landwirtschaft und hob die gute Zusammenarbeit zwischen VLF und VLM und dem BBV hervor. Außerdem bedankte er sich bei Geschäftsführer Fischer für die Unterstützung der BBV-Arbeit.

Notar Dr. Martin Jung, Wemding, hielt bei dieser Versammlung einen Vortrag über Ehe- und Erbrecht in der Landwirtschaft. Im ersten Teil informierte er über das Eherecht und stellte die Unterschiede bei den verschiedenen Güterständen wie Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung und Gütergemeinschaft hervor. Außerdem behandelte er auch relevante Themen im Falle einer Scheidung und sprach den Versorgungsausgleich und das Unterhaltsrecht an.

Anschließend gab er im Hinblick auf das Eherecht noch Empfehlungen für den landwirtschaftlichen Bereich und wies auf mögliche ehevertragliche Vereinbarungen sowie auf die Zulässigkeit und Grenzen dieser Vereinbarungen hin.

Die gesetzliche Erbfolge

Im zweiten Teil seines Vortrages gab er Auskunft über das Erbrecht. Er skizzierte kurz die gesetzliche Erbfolge und appellierte an alle Anwesenden, doch Verfügungen von Todeswegen rechtzeitig zu erstellen. Dadurch können spätere Auseinandersetzungen vermieden werden. Zum Abschluss sprach er noch die Vorsorgevollmacht an und skizzierte kurz die Grundzüge des Betreuungsverfahrens und die wesentlichen Inhalte der Vorsorgevollmacht. Wichtig für ihn sei auch noch die Patientenverfügung. Aus diesem Grund verteilte er auch ein Merkblatt über Form und Inhalt einer Patientenverfügung. (pm)

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