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Donauwörth

16.12.2017

Die Leichtigkeit des Seins

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2 Bilder
Objekte, die fröhlich stimmen, sind an diesem Wochenende im Donauwörther Zeughaus zu sehen. Die Skulpturen und Malereien zaubern dem Betrachter ein Schmunzeln ins Gesicht.
Bild: Foto. Barbara Würmseher

Im Zeughaus gibt es dieses Wochenende Bilder und Skulpturen zu sehen, die ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Es gibt Veranstaltungen, denen es spielend gelingt, ihren Besuchern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Die von der Leichtigkeit des Seins erzählen, ja beinahe schon als Heilmittel gegen Schwermut gelten dürfen. Die so viel Fröhlichkeit atmen, dass man sich dieser gar nicht entziehen kann.

Wer am Wochenende des Dritten Advent die Tür des Donauwörther Zeughauses hinter sich zumacht, findet sich unversehens in einer solchen Atmosphäre wieder. Skurrile Gestalten beleben den Saal, stramme Frauen und kernige Männer lümmeln auf Sofas, flitzen mit der Vespa durch die Gegend, dass die Haare nur so fliegen, oder sind beim Tanz selig lächelnd ineinander verschlungen. Irgendwie so alltäglich und doch so besonders.

Der Bildhauer Raimund Göbner ist der Schöpfer dieser in der Bewegung erstarrten Figuren, die er aus Lindenholz geformt und koloriert hat. Mit ihren üppigen Kurven und ihren oftmals feinen, lächelnden Gesichtszügen werden sie zum Inbegriff für heitere Gelassenheit.

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Der 48-jährige in Augsburg geborene Künstler und Wahl-Donauwörther hält seine Geschöpfe in Augenblicken fest, denen sie sich genussvoll hingeben, in denen sie glücklich sind. Fast schon beneidenswert, wie es ihm gelingt, diese Momente einzufrieren! Mit diesem Erfolgsrezept ist Göbner weithin bekannt. Zu seinem Kundenkreis zählen ebenso New Yorker Künstler wie auch berühmte Schauspieler und Politiker.

Nahtlos fügen sich da die Arbeiten des Malers Mobby Ehrentreich ein. Sie zieren die Ausstellungswände und stehen einmal ganz für sich selbst, bilden aber um anderen – fast wie eine Kulisse – den stimmigen Hintergrund für Göbners Figuren. Abstrakte Acrylbilder von ungeheurer Leuchtkraft und von prägnanter Handschrift wechseln sich ab mit Exponaten seiner von ihm entwickelten „Mischtechnik hinter Acrylglas“ und vereinzelten gegenständlichen Gemälden. Mobby in einem augenzwinkernden Selbstporträt etwa, oder ein Landschaftsbild zeigen, dass der 77-Jährige geborene Nördlinger, der jetzt ebenfalls in Donauwörth lebt, sein Metier von der Pike auf kann. Wer das Handwerkliche beherrscht, darf dessen Grenzen auch sprengen.

Viele kennen ihn als Golfer, viele als Musiker, manch einer kennt ihn noch aus seinem früheren Leben als Malermeister. Im Zeughaus ist jene Facette seiner Persönlichkeit zu sehen, die ihn als stillvergnügten Feingeist ausweist. „Fragen Sie mich nicht nach Bildtiteln“, bittet er sein Publikum, die meisten Arbeiten sind aus dem Augenblick heraus entstanden. Diese Augenblicke teilt Mobby Ehrentreich mit den Besuchern und schenkt ihnen so ein Lächeln.

Info Die Ausstellung „Malerei und Skulpturen“ im Zeughaus ist noch am heutigen Samstag, 16. Dezember (16 bis 20 Uhr), und am Sonntag, 17. Dezember (14 bis 20 Uhr), zu sehen.

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