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40 Jahre VMT-Jugend

22.11.2018

Die Nummer eins als Kulturträger

Es geht um Musik: Dass sie der Inhalt der Vereinigten Musikkapelle über viele Jahrzehnte war und ist, belegte auch die Gestaltung des Abends durch dieses Septett.
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Es geht um Musik: Dass sie der Inhalt der Vereinigten Musikkapelle über viele Jahrzehnte war und ist, belegte auch die Gestaltung des Abends durch dieses Septett.

Das Jubiläumsjahr geht allmählich zu Ende. Der Ehrungsabend war einer der beiden Schlusspunkte

„Die Vereinigte Musikkapelle ist unbestritten die Nummer eins als Kulturträger der Gemeinde Tapfheim“. Diese Feststellung aus dem Mund von Bürgermeister Karl Malz bedeutete gleichsam die Wertschätzung aus der Vergangenheit und den Auftrag für die Zukunft. Mit dem Ehrungsabend des Vereins und dem tags darauf folgenden Konzert wurde der Schlusspunkt unter das Jubiläumsjahr „40 Jahre VMT-Jugend“ gesetzt. Langjährige Musiker erhielten Auszeichnungen aus der Hand der Vizepräsidentin des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, Centa Theobald.

In Anbetracht der besonderen Veranstaltung, zu der die VMT eingeladen hatte, begrüßte Vorsitzender Stefan Keller zahlreiche Ehrengäste und Vertreter des ASM. In einem bebilderten Rückblick lebte die Entstehungsgeschichte der Kapelle auf. Die Einweihung der neuen Schule im Jahr 1975 hatte den damaligen Bürgermeister Johannes Straßer veranlasst, die bis dahin jahrzehntelang eigenständige Musikkapelle Tapfheim und die Kapelle Kunz aus Erlingshofen-Donaumünster um die gemeinsame musikalische Gestaltung des Festaktes zu ersuchen. Dieser gemeinsame Auftritt bildete die Grundlage für die von Straßer forcierte Fusion zur Vereinigten Musikkapelle Tapfheim (VMT), der dann 1978 die Gründung der Jugendkapelle folgte. Zahlreiche Bilder, von Stefan Keller kommentiert, vermittelten Höhepunkte in der langen Vereinsgeschichte, so von den ersten öffentlichen Auftritten, vom Bezug des eigenen Musikheimes 1985, von der Verleihung der Pro-Musika-Plakette, dem Bezirksmusikfest 1990 mit 38 Gastkapellen unter Schirmherrschaft von Alfred Stöckl, dem ersten Hoffest 1996, den Vorstands- und Dirigentenwechsel, aber auch schmunzelnde Anmerkungen beim optischen Wandel durch die Änderungen der Tracht.

Dass ein beeindruckendes Stück Musikgeschichte in der Gemeinde Tapfheim geschrieben wurde, veranlasste die ASM-Vizepräsidentin Centa Theobald zum Dank an alle Verantwortlichen in Kapelle, Verein und Gemeinde. Gerade die Gründung einer Jugendkapelle zur Nachwuchsgewinnung beurteilte Theobald als unverzichtbar, denn gute Musik erfordert das Zusammenwirken von Jugend und Erfahrung. Für Verdienste um die Blasmusik erhielten die Ehrennadel in Bronze Anna-Lena Belli, Jan Meyer und Regina Schäffl. Die ASM-Ehrennadel in Silber wurden Kathrin Ölhorn, Verena Pfefferer und Sabrina Wenninger angesteckt. 20 Jahre gehören Armin Burggraf und Marina Eisenbarth dem örtlichen Klangkörper an. Für 25 Jahre aktives Musizieren wurden Elena Vogt, Carolin Simon und Anton Schwarzenberger mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

Als Gründungsmitglieder der Jugendkapelle und seit dieser Zeit aktiv sind Alexander Helber, Ludwig Jenning, Stefan Keller, Leonhard Kleinle, Ottmar Kunz, Gabi Pfefferer, Erwin Schiele und Max Schnepf. Mit der Verleihung der Ehrennadel in Diamant und der ASM-Ehrenkarte charakterisierte Theo Keller auch in seiner Eigenschaft als Vizepräsident die Geehrten und hob die Verdienste von Vorstand Stefan Keller hervor, dem es durch uneigennützigen Einsatz in ruhiger und ausgleichender Weise gelänge, den Klangkörper zusammenzuhalten. Sein Vorstandsstellvertreter Manuel Schlund überreichte ihnen zusätzlich die Vereinsauszeichnung für 40-jährige aktive Mitgliedschaft.

Nicht die Zahl an Jahren in der Musikkapelle dokumentiere das Erreichte, sagte Centa Theobald, sondern die vielen Taten der Einzelnen in der Gemeinschaft. So wurden Theo Keller und Karlheinz Schadl von ihr als „das lebende Inventar der Kapelle“ bewertet und für 50 Jahre aktives Musizieren mit Ehrenzeichen und Anstecknadel in Diamant ausgezeichnet und von Stefan Keller zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Als langjähriger Vorsitzender und Dirigent darf Theo Keller auch die Diamantene Anstecknadel am weiß-blauen Band tragen und die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände verlieh ihm die Ehrennadel in Gold mit Diamant. Karlheinz Schadl hatte 1968 seine Ausbildung begonnen, war bereits VMT-Gründungsmitglied, Funktionär und Vereinswirt und „als Urgestein“ Vorbild für viele Musikanten. Abendfüllend wäre es, so seine Präsidiumskollegin Theobald, wolle man die Verdienste von Theo Keller für die Blasmusik charakterisieren.

„Einer, dem die Musik alles gilt“, so Centa Theobald wörtlich, habe der Vereinigten Musikkapelle Tapfheim nicht nur seine unverkennbare Handschrift aufgedrückt, sondern sich darüber hinaus als langjähriger Vorsitzender, als Vorsitzender im ASM-Bezirk 16 und im Präsidium verantwortungsbewusst in Ehrenämter eingebracht. Ein von Simon Keller geleitetes Septett verlieh der Feierstunde Kurzweil durch ihre ansprechenden musikalischen Beiträge.

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