Staatsforsten

23.05.2018

Die Rückkehr der Ulme

Der Forstbetrieb Kaisheim hat an Feldulmen, die das Sterben der Baumart überlebt haben, den Samen geerntet.
Bild: Manfred Weber

Nach dem Baumsterben erntet der Forstbetrieb Kaisheim an überlebenden Exemplaren den Samen. Wofür dieser bestimmt ist

Eine bedeutende Baumart der Donauauwälder in der Region ist neben der Esche die Ulme. Genauer gesagt sind es zwei Arten: die Feld- und die Flatterulme. Mit dem Ulmensterben vor einigen Jahren starb ein Großteil dieser Bäume. Nun droht der Esche durch eine Pilzerkrankung, das sogenannte Eschentriebsterben, das gleiche Schicksal. Eine Verjüngungskur für den Auwald mit geeigneten Auwald-Baumarten wird dem Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten zufolge damit immer dringlicher.

Revierleiter Manfred Weber hat laut Pressemitteilung noch einige Feldulmen im Donauauwald entdeckt, die das Ulmensterben unbeschadet überlebt haben. Diese Bäume hatten jetzt eine ausreichende Samentracht, um geerntet zu werden. Weber verständigte deshalb den Pflanzgarten-Stützpunkt der Staatsforsten in Laufen und organisierte die Ernte. Die geschah mithilfe einer Hebebühne an Feldulmen.

„Die Ernte kam genau zum richtigen Zeitpunkt und war sehr erfolgreich“, berichtet der Betrieb Kaisheim. Die Ausbeute lag bei 8,5 Kilogramm Samen. Aus diesen Samen ließen sich über 40000 Bäumchen ziehen, schätzt Andreas Ludwig, Leiter des Pflanzgartens. Helmut Weixler, Leiter des Kaisheimer Forstbetriebs, ergänzt: „Wenn die Pflänzchen groß genug geworden sind, werden sie in den Auwald gepflanzt. Sie werden ein wichtiger Grundstein für die Erneuerung unseres Donauauwalds.“

Die Verantwortlichen hoffen, dass diese Pflanzen dann genauso widerstandsfähig sind, wie ihre „Mutterbäume“. Durch die Maßnahme könnten künftig wieder regional gewonnene Feldulmen gepflanzt werden, welche die Artenvielfalt in der Au bereichern. Somit gewinne die Ulme die ihr zustehende Rolle im Auwald zurück. (dz)

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