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Landkreis Donau-Ries

02.01.2019

Die Sonne glänzte im Dezember vor allem durch Abwesenheit

Viel Regen fiel im Dezember im Kreis Donau-Ries.
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Viel Regen fiel im Dezember im Kreis Donau-Ries.
Bild: Thorsten Jordan

Der Dezember war regenreich – und kurz vor Weihnachten brauste der Wind besonders heftig.

Der Dezember verhielt sich rund um Donauwörth so, wie man ihn sich nicht wünscht: Es war ein viel zu warmer, grauer und verregneter Monat, in dem die Sonne meist durch Abwesenheit glänzte.

Die erste Monatshälfte war bereits viel zu warm, von Winter keine Spur, und es sah nicht so aus, als würden wir die üblichen 18 Frosttage erreichen. Denn ein großes Tiefdruckgebiet im Süden Europas schaufelte Warmluft in unser Gebiet, sodass der Dezember am 3. mit zweistelligen Temperaturen aufwartete. Die Folge war ergiebiger Regenfall, der allerdings immer noch dringend benötigt wurde. Der Niederschlag betrug insgesamt 118,8 Liter pro Quadratmeter – das sind 92 Prozent mehr als üblich – an 23 Niederschlagstagen. Normal wären 16.

Heftige Windböen Anfang Dezember

Nach deutlichem Luftdruckabfall fegten am 8. heftige Windböen mit bis zu 57 km/h Wolken und Hochnebel vorübergehend beiseite und zur Abwechslung ließ sich die Sonne für kurze Zeit blicken, ehe erneut Sturm und Regen für ungemütliches Wetter sorgten. Vereinzelt fiel am 11. etwas Graupel, doch Schnee war weiterhin nicht in Sicht. Ab dem 13. sank die Temperatur spürbar und am 14. stand der erste Eistag ins Haus. Pünktlich zum 3. Advent verwandelte der erste Schneefall das bisherige Grau in eine winterlich-weiße Landschaft.

Das Vergnügen war aber von sehr kurzer Dauer, denn die Temperatur stieg ab dem 20. erneut an und es regnete Tag für Tag. Auch die Hoffnung auf weiße Weihnachten ging aufgrund der immer wieder steigenden Temperaturen gegen null. So ist es nicht erstaunlich, dass wir anstatt der üblichen fünf Schneetage nur einen Tag mit minimalem Schneefall erlebten. Der 24. begrüßte uns erneut mit heftigem Niederschlag und Sturmböen, die sich im Tagesverlauf legten.

Überdurchschnittlich viel Regen im Dezember

An den Weihnachtsfeiertagen hörte der Regen zwar auf, doch die sinkende Temperatur brachte uns den Nebel zurück. Erst am 28. erfreute uns seit Langem wieder mal die Sonne für fünf Stunden. Zum Abschied regnete es an Silvester, wie so oft diesen Monat. Im Gegensatz zu den beiden letzten Monaten nahm der Niederschlag zu, bis zum 7. war bereits die Hälfte des üblichen Monats-Solls gefallen und bis zum Monatsende war es dann mehr als deutlich überschritten.

So trug der Monat enorm dazu bei, das Jahresdefizit auszugleichen. Ein trauriges Kapitel bot der Sonnenschein. Acht Nebeltage (genau im Schnitt) trugen mit dazu bei, dass es mit blauem Himmel ganz schlecht bestellt war.

Nur an zwei Tagen ließ sich die Sonne für drei Stunden oder länger blicken, dafür an 16 Tagen überhaupt nicht. So stellte der Monat mit nur 21 Sonnenstunden (normal 43) noch vor mit Dezember 2004 (23 Stunden) und 2014 (29 Stunden) einen Negativrekord auf.

Lesen Sie auch: Viel zu wenig Regen im November

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