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Donauwörth

15.01.2019

Die Stars von Immenhof in Donauwörth

Waren bei der Weltpremiere von „Immenhof – Das Abenteuer eines Sommers“ in München gefragt: (von links) Heiner Lauterbach, Laura Berlin, Ella Päffgen und Hauptdarstellerin Leia Holtwick.
Bild: Helmut Bissinger

Gut Schwaighof diente als Kulisse für die Neuauflage des Films. Schauspieler wohnten in der Großen Kreisstadt.

Fast drei Wochen hat Leia Holtwick im vergangenen Sommer in Donauwörth verbracht. Aber nur im Hotel. Zeit, sich die Stadt anzusehen, hatte sie keine. Die 16-jährige Schauspielerin hat, wie sie bekennt, in ihrem Hotelzimmer nur die Texte für ihre Rolle gelernt. Sie ist Hauptdarstellerin im Film „Immenhof – Das Abenteuer eines Sommers“. Drehort war das idyllische Gut Schwaighof zwischen Druisheim und Nordendorf. „Wir hatten dort eine fantastische Zeit“, erinnert sich Leia Holtwick, die erstmals vor der Kamera stand.

Video: KinoCheck

Vielleicht gibt es eine Rückkehr der Stars von Immenhof nach Donauwörth

„Aber vielleicht kommen wir ja wieder“, entschuldigte sich eine andere Darstellerin bei der Weltpremiere des Films im Mathäser Filmpalast in München. Valerie Huber könnte sich gut vorstellen, dass der Film eine Fortsetzung findet. Und dann will sie sich, „wirklich Zeit nehmen, um sich die Stadt anzusehen“. Diesmal habe es einfach keine Zeit gegeben, um durch Donauwörth zu bummeln, meint die 23-jährige Österreicherin.

Heiner Lauterbach war bereits in Leitheim

Heiner Lauterbach, einer der anderen Darsteller, kennt zumindest Schloss Leitheim. Dort nämlich drehte ein Verlag 2001 Interviews mit Lauterbach und seiner Frau Victoria. Sie hatten kurz zuvor geheiratet und der Springer-Verlag hatte sich die Rechte gesichert. Schloss Leitheim erschien den Verantwortlichen als eine ideale Kulisse. Bei den Aufnahmen hatte das Paar Hochzeitskleid und -anzug getragen.

Bei der Weltpremiere am Sonntagnachmittag nun erschien Lauterbach in lässiger Aufmachung auf dem „roten Teppich“ im Mathäser-Filmpalast in München. Moritz Bäckerling, ein weiterer Darsteller, erinnert sich noch gut und auch gerne an Gut Schwaighof mit seinen Rundbögen und dem weitläufigen Gelände. Das Meer, an dem Lou alias Leia Holtwick sitzt, mag für die Zuschauer aus der Region zwar nicht ins Bild zu passen. Aber der Anblick des prächtigen Anwesens dürfte überzeugen. „Wir hatten dort eine wunderbare Szenerie“, so Bäckerling. Ähnlich wie seine Kolleginnen gab es aber auch für den 19-Jährigen während der zeitintensiven Dreharbeiten kaum Gelegenheit, sich in Donauwörth und Umgebung umzuschauen. „Das ging eigentlich nur am Wochenende.“

Die Region ist bald bundesweit zu sehen

Offiziell ist Gut Schwaighof bundesweit ab Donnerstag im Kino zu sehen. Denn das Anwesen ist in großen Teilen der neue Immenhof, also das Reitergut. Ein Team von über 65 Leuten war für den Film im Juli auf dem Gut im Einsatz (wir berichteten). Der quirligen Regisseurin und Drehbauchautorin Sharon von Wietersheim („Käthe Kruse“) und Produzent Frank Meiling war es wichtig, wie sie erzählen, „die Seele der alten Filme ins Heute mitzunehmen“.

Meiling könnte sich durchaus vorstellen, dass der sehr emotional angelegte Film eine Fortsetzung findet. Pläne dazu liegen anscheinend schon in der Schreibtischschublade, wie er bei der Premiere auf dem „roten Teppich“ andeutete. Zunächst müsse aber der neue „Immenhof“ ein Erfolg werden. „Wir haben einen wunderbaren Familienfilm gedreht, der nicht nur für Kinder geeignet ist. Dazu herrscht gerade optimales Kinowetter, ich hoffe auf eine gute Resonanz“, zeigte sich der Produzent optimistisch, bevor der Streifen erstmals vor knapp 1000 Gästen im Mathäser auf einer 300 Quadratmeter großen Leinwand gezeigt wurde.

Die Schauspieler freuen sich also schon auf eine mögliche Rückkehr auf den Schwaighof – dabei war dieser gar nicht erste Wahl als neuer „Immenhof“. Denn nach einer ersten Besichtigung durch die Verantwortlichen um Meiling und von Wietersheim nahm man noch einige weitere potenzielle Drehorte in Augenschein.

Aus „technischen Gründen“ sei das Gelände am Schwaighof nämlich nicht „ganz optimal“ gewesen, erläuterte Meiling. Später erinnerte man sich aber gerne an das idyllisch gelegene Gut zurück, das nun bundesweit als legendärer „Immenhof“ zu sehen ist.

Produzent Meiling und Regisseurin von Wietersheim sind übrigens in Donauwörth keine Unbekannten: Vor und während der Dreharbeiten zum TV-Film „Käthe Kruse“ (2015) besuchten sie mehrmals die Puppenmanufaktur, um einen Einblick in die Handwerkskunst zu bekommen. Die Große Kreisstadt selbst kam im fertigen Film jedoch nicht vor.

„Immenhof – Das Abenteuer eines Sommers“ ist eine Neuinterpretation der legendären Heimatfilmreihe. Zwischen 1955 und 1974 kamen insgesamt fünf „Immenhof“-Streifen in die Kinos, die vor allem die früh verstorbene Heidi Brühl zu einem Star des deutschen Films machte. Die Reihe spielte damals in Schleswig-Holstein, der neue Kinofilm hat inhaltlich nichts mit den Klassikern zu tun.

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