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Donauwörth

09.02.2018

Die Stimme der Jugend

Für sein Engagement wurde Sebastian Heckl (rechts) von Oberbürgermeister Armin Neudert mit dem Donauwörther Jugendpreis geehrt.
Bild: Dollinger

Sebastian Heckl hat sich jahrelang für die Interessen der Jugendlichen in Donauwörth eingesetzt. Jetzt wird er dafür ausgezeichnet.

Positiv überrascht war Sebastian Heckl, als er erfuhr, dass er den Donauwörther Jugendpreis verliehen bekommt. Seit mehr als drei Jahren ist Heckl mittlerweile Vorsitzender des Jugendzentrums, ist als Beisitzer im Vorstand des Kreisjugendrings tätig und Mitglied bei den „Engagierten Bürgern Donauwörth“ (EBD).

Den Vorsitz des Juzes gibt Heckl aber bei den Neuwahlen in wenigen Wochen ab. Denn seit Herbst läuft sein Duales Studium. Wenn er nicht gerade in der Heimat ist und arbeitet, büffelt er in Villingen-Schwenningen bei Freiburg Wirtschaftsinformatik. „Weil ich kaum zuhause bin, macht es keinen Sinn, weiterhin Vorsitzender zu sein“, sagt Heckl. Das sollen dann lieber Leute machen, die die Zeit haben, Events zu organisieren. Doch ganz verlassen wird er das Juze dann doch nicht. „Wenn es aber machbar ist, werde ich weiter helfen“, verspricht Heckl.

Drei ereignisreiche Jahre

Auf die drei sehr ereignisreichen Jahre als Juze-Vorsitzender blickt er stolz zurück: „Es gab einen Generationenwechsel. Das Juze musste aus dem Stellwerk am Bahnhof raus, war fast tot, kann man sagen.“ Doch Heckl und seine Freunde haben es wieder „aufgepäppelt“, sind in neue Räumlichkeiten im Tanzhaus gezogen. Und haben damit die Partyszene für Jugendliche in Donauwörth auch wieder zum Leben erweckt. Denn das war einer der Gründe, warum er sich so engagiert hat. „Das Nachtleben in Donauwörth war ja nicht gerade berauschend. Wir wollten einen Ort schaffen, wo Schüler ihren Abschluss feiern konnten oder den 18. Geburtstag.“ Und vor Anfragen konnten sich Heckl und seine Vorstandskollegen dann kaum retten, pro Woche wurden sie öfter angeschrieben. „Wir haben das gut umgesetzt“, resümiert Heckl.

Mit wie viel Aufwand und Verantwortung der Posten eines Vorsitzenden bei der Organisation einhergeht, das hat Heckl dann nach und nach bemerkt. Er erinnert sich an zwei Geburtstagsfeten, bei denen plötzlich ungebetene Gäste aufgetaucht waren und mitfeiern wollten. „Die abzuweisen, zehrt an den Nerven, das macht keinen Spaß mehr.“ So hat er auch immer wieder die Polizei gerufen, wenn Störenfriede für Unruhe sorgten.

Die Zusammenarbeit mit den Beamten bezeichnet Heckl als sehr gut. „Die Polizei hat cool reagiert und uns gebeten, Lärm, gerade auf der Straße, zu vermeiden“, sagt Heckl. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Donauwörth, insbesondere mit Stadtjugendpflegerin Daniela Benkert, lobt der 23-Jährige. „Sie hat uns immer geholfen, hat uns in Rechtsfragen oder anderen Dingen beraten.“

Tag gegen Rassismus

Doch nicht nur Partys haben Heckl und seine Kollegen organisiert. Als besonderes Projekt fällt ihm sofort der Tag gegen Rassismus ein, an dem das Juze 2016 in der Donauwörther Innenstadt teilgenommen hat. „Das Thema Flüchtlinge kochte richtig hoch, und wir wollten ein Zeichen setzen.“

Genauso mit Feuereifer dabei war Heckl bei der Organisation des Hallenturniers mit zwölf Mannschaften, das immer im Mai stattfand. Ob das Event auch heuer wieder steigen wird, ist noch offen, sagt Heckl. Denn aufgrund seines Studiums wird er es wohl nicht organisieren können. „Wenn sich kein anderer findet, wird das Hallenturnier dieses Jahr vermutlich ausfallen“, befürchtet Heckl.

Am gestrigen Abend nun ist der 23-Jährige von Oberbürgermeister Armin Neudert mit dem Donauwörther Jugendpreis ausgezeichnet worden. In seiner Laudatio würdigte Neudert Heckls Engagement für die Jugendarbeit in Donauwörth. Er lobte den vielfältigen Einsatz des 23-Jährigen und bezeichnete ihn als „echtes Vorbild für die Jugend.“. Als Projekte, die Heckl mit angeschoben hat, nannte Neudert den Beachvolleyballplatz oder die Tischtennisplatten im Naherholungsgebiet. „Wir können uns glücklich schätzen, dass Sie sich enorm für unsere Stadt eingesetzt haben und sich weiter einbringen“, sagte Oberbürgermeister Armin Neudert.

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