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11.07.2010

"Die Treue Christi" 40 Jahre lang gespürt

Feierte gestern im Donauwörther Münster sein 40. Priesterjubiläum: Monsignore Ottmar M. Kästle. Fotos (3): Bissinger
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Feierte gestern im Donauwörther Münster sein 40. Priesterjubiläum: Monsignore Ottmar M. Kästle. Fotos (3): Bissinger

Donauwörth 37 Ministrantinnen und Ministranten, neun Fahnenabordnungen, drei Chöre und zahllose Gratulanten. Was die Pfarrgemeinschaft Liebfrauenmünster in Donauwörth gestern erlebte, kann man getrost - wie es dann auch Oberbürgermeister Armin Neudert formulierte - einen "großen Bahnhof" nennen. Der Anlass war denn auch dem Auflauf gerecht: Pfarrer Monsignore Ottmar M. Kästle beging im feierlichen Rahmen sein 40-jähriges Priesterjubiläum.

Blumen und Geschenke, gute Worte und so manches "Weiter so mit Gottes Kraft!" durfte der Geistliche entgegen nehmen. Ihm entbot beim Festgottesdienst Pfarrgemeinderatsvorsitzender Xaver Kinzler den herzlichen Gruß, verbunden mit einem Blick auf die "Kirche im Wandel".

Das Amt des Priesters als Mittler zwischen den Menschen und Gott sei herausfordernder denn je. Kästle habe sich vier Jahrzehnte dieser Herausforderung gestellt, "im Bewusstsein, dass es das Christentum nicht leicht hat". In einer gesellschaftlichen Stimmung, die Gott bejahe, die Kirche als Institution aber nicht, sei es wichtig, Seelsorger wie Ottmar M. Kästle zu haben.

Der Mensch im Mittelpunkt

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Den Festgottesdienst zelebrierte der Jubilar selbst, unterstützt von seinem indischen Kaplan Pater Matthäus. Kästle, seit 2005 Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft und seit Februar 2006 Dekan, erinnerte sich in der Predigt an seine Priesterweihe durch Bischof Dr. Josef Stimpfle. Heute wie damals sei er vom österlichen Evangelium begeistert. Das Bewusstsein, im Dienst Christi zu stehen und dessen Treue zu spüren, hätten ihn all die Jahre ebenso zufrieden erfüllt wie die Aufgabe, immer den Menschen in den Mittelpunkt zu rücken.

"Ein Priester hinterlässt Spuren", sagte Pater Matthäus. Diese Spuren seien aber nicht auf Anhieb sichtbar, wenn sie so gelegt würden wie von Pfarrer Kästle. Dies seien nämlich "Spuren im Herzen". Sein Wirken sei geprägt vom Willen, bei den Menschen etwas zu bewegen und sich nicht selbst ein Denkmal setzen zu wollen. Aus Kästles bisherigen Pfarreien in Senden, Offenhausen und Augsburg-Pfersee waren Vertreter angereist, um mit "besonderen Fürbitten-Geschenken" gemeinsam mit der Pfarrei Donauwörth Danke zu sagen. (bih)

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