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Harburg

25.06.2017

Die Wörnitzhalle muss warten

Die Wörnitzhalle in Harburg hätte dieses Jahr zwischen Juni und August saniert werden sollen. Dieses Vorhaben verschoben die Stadträte nun auf 2018. Der Hauptgrund sind fehlende Bescheide in Sachen Brandschutz. Bürgermeister Wolfgang Kilian informierte die Nutzer der Halle per Brief.
Bild: Wolfgang Widemann

Eigentlich sollte die Sport- und Veranstaltungsstätte in diesem Jahr renoviert werden. Doch Bürokratie und mangelnde Angebote verhindern das Vorhaben. Wie es jetzt weitergeht.

Noch vor wenigen Monaten verabschiedeten die Harburger Stadträte den Haushalt für das Jahr 2017. Größte Investition: die Sanierung der Wörnitzhalle. 600000 Euro sollten in einen neuen Boden, eine neue Lichtanlage sowie Brandschutzmaßnahmen fließen. Doch eben letztere sind nun der Grund, weshalb die Wörnitzhalle erst im kommenden Jahr saniert werden kann.

„Genau zu klären, welche Verordnungen beim Brandschutz berücksichtigt werden müssen, ist sehr aufwendig“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Kilian. Der Brandschutz sei zwar mündlich geregelt, allerdings liege dem Rathaus noch kein Bescheid vor. Hinzu komme, dass die Ausschreibung Ende Mai fertig war, die Angebote jedoch nicht alle geplanten Umbaumaßnahmen umfassten oder überteuert waren.

Die Stadt befürchtete daher, dass die Sanierung nicht im vorgesehenen Zeitraum zwischen Juni und August stattfinden könne. Die Stadträte beschlossen im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Sitzung, dass die Renovierung auf 2018 verschoben wird.

In einem Brief an alle Nutzer der Wörnitzhalle schreibt der Bürgermeister weiter: „Nachdem die Halle dicht ist, kann der Sportbetrieb auch ohne Sanierung noch ein Jahr durchgeführt werden. Wenn bis Weihnachten umgebaut werden würde, wäre dies für Schul- und Vereinssport sicherlich schlecht.“ Auch andere Veranstaltungen wie der Berufswegekompass wären durch eine Sanierung im Herbst nicht möglich. Aus diesem Grund sei die Stadt zu dem Entschluss gekommen, die Renovierung nun auf den Zeitraum zwischen Juni und August 2018 zu verlegen.

Doch was passiert nun mit dem Haushalt, in dem die Summe fest eingeplant war? Welche Auswirkungen hat die verschobene Sanierung auf die Zuschüsse, die zum Großteil das Projekt stemmen? „Wir werden heuer das Geld nicht für andere Projekte ausgeben, sondern die Haushaltssumme mit ins Jahr 2018 nehmen. Das ist eine reine Formsache“, erklärt Rathauschef Kilian.

Auch um die Zuschüsse müsse sich niemand Sorgen machen, betont er. „Der Zeitraum für die Bundesförderung läuft bis 2020. Somit gehen durch die Verschiebung keine Zuschüsse verloren.“

Die Stadt plant jetzt, die Ausschreibung Anfang Januar 2018 zu versenden. Die Sanierung sieht weiterhin vor, die Beleuchtung auf LED umzustellen, Vorhänge zu erneuern, einen neuen Fluchtweg in Richtung der Bahngleise in die Giebelwand zu brechen und den Bodenbelag zu erneuern. Zudem sollen auch die Lautsprecheranlagen erneuert werden.

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