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Nördlingen

09.03.2019

„Die Zeit ist reif für eine Frau im OB-Sessel“

Rita Ortler will für die SPD in Nördlinger Rathaus.
Bild: Verena Mörzl

Rita Ortler von der SPD gibt am internationalen Frauentag ihre Bewerbung für das Amt der Oberbürgermeisterin in Nördlingen bekannt

Am internationalen Frauentag haben die Nördlinger Sozialdemokraten ein politisches Zeichen gesetzt. Mit ihrer Fraktionssprecherin im Stadtrat, Rita Ortler, präsentierten sie eine Frau als Kandidatin für das spannende Rennen um die Nachfolge von Oberbürgermeister Hermann Faul, der am 1. Mai des kommenden Jahres nach 14 Jahren an der Stadtspitze aus dem Amt scheidet. Faul kann bekanntlich aus Altersgründen nicht mehr für eine weitere Amtszeit antreten.

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Rita Ortler ist die erste Frau überhaupt, die sich in Nördlingen um das höchste kommunalpolitische Amt bewirbt. Die letzte Kandidatur eines Sozialdemokraten liegt mittlerweile 31 Jahre zurück.

Rita Ortler ist 1961 in Augsburg geboren und in Ostendorf aufgewachsen. Sie ist studierte Diplom-Chemikerin. 1989 zog sie mit ihrem Mann Klaus nach Nördlingen, wo sie sich gleich in der örtlichen SPD engagierte. Acht Jahre war sie deren Ortsvereinsvorsitzende, seit 2008 sitzt sie für ihre Partei im Stadtrat.

„Die Zeit ist reif für eine Frau im OB-Sessel“

Zusammen mit ihrem Mann betreibt sie eine Musikschule und gibt Gesang- und Klavierunterricht. Sie ist auch gesellschaftlich engagiert. So war sie bis November 2018 Vorsitzende des Vereins Alt Nördlingen. Verschiedene Mitgliedschaften in Organisationen und Vereinen kommen hinzu.

Ortler zeigte sich bei der Bekanntgabe ihrer Kandidatur selbstbewusst und entschlossen. Sie habe sich diesen Schritt lange überlegt, die endgültige Entscheidung sei allerdings erst vor Kurzem gefallen. Auf die Frage unserer Zeitung, was sie für das Amt der Nördlinger Oberbürgermeisterin qualifiziere, führte sie ihre kommunalpolitische Erfahrung im Stadtrat und im Kreistag an. Außerdem halte sie sich für einen kreative Frau, die frische und zukunftsträchtige Ideen für Nördlingen entwickeln könne. Zudem traue sie sich zu, die unterschiedlichen Parteiinteressen im Stadtrat zum Wohle der Stadt zusammenzuführen.

„Die Zeit ist reif. Mehr Frau für Nördlingen“ lautet denn auch ihr Wahlkampfmotto. In ihrer politischen Karriere habe sie nahezu alles erreicht. „Jetzt traue ich mir das Amt der Oberbürgermeisterin zu“, sagte Rita Ortler mit viel Zuversicht. „Die Zeit ist einfach reif für eine Frau auf dem OB-Sessel.“

Ein Hauptthema im Wahlkampf werde sicherlich das Thema Hallenbad sein. Sie werde der Nördlinger Bevölkerung in diesem Zusammenhang „nichts versprechen“. Vorstellen könne sie sich einen Neubau, aber ebenso eine sinnvolle und finanziell überschaubare Sanierung des bestehenden Bades in der Gerhart-Hauptmann-Straße. Beim Innenstadtverkehr setzt Rita Ortler auch darauf, die Autos „möglichst vor den Toren“ zu lassen und mit einem Shuttle-Angebot die Verbindung zur Innenstadt herzustellen. Nötig sei ihrer Ansicht nach zudem der Bau eines großen Parkdecks auf dem Döderlein-Gelände.

Nachholbedarf sieht sie bei der Fahrradfreundlichkeit der Stadt. Falls sie zur Oberbürgermeisterin gewählt werde, stehe dieses Thema ganz oben auf ihrer Agenda.

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