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Donauwörth

24.01.2019

Die Zukunft des Tanzhauses befeuert den OB-Wahlkampf

Der Stadtsaal im Donauwörther Tanzhaus ist geschlossen. Seit Jahren müssen die Vereine ausweichen, eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht. Michael Bosse von der PWG will das nicht hinnehmen. Als OB-Kandidat fordert er, zu handeln und parrallel eine Stadthalle zu bauen.
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Der Stadtsaal im Donauwörther Tanzhaus ist geschlossen. Seit Jahren müssen die Vereine ausweichen, eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht. Michael Bosse von der PWG will das nicht hinnehmen. Als OB-Kandidat fordert er, zu handeln und parrallel eine Stadthalle zu bauen.
Bild: Barbara Wild

Michael Bosse will für die PWG das Rathaus in Donauwörth erobern. Ideen hat er viele. Was er sich für das Tanzhaus vorstellt und warum Donauwörth eine weitere Stadthalle braucht

Für Michael Bosse beginnt jetzt der Wahlkampf. Über ein Jahr ist es noch bis zur Kommunalwahl im März 2020, doch der Freie Wähler meint es ernst mit seiner Kandidatur um das Amt des Oberbürgermeisters. Im Februar will er sein Wahlprogramm vorstellen. Doch ein Thema, so sagt er, kann nicht mehr länger warten.

Beim Pressegespräch in der Redaktion mit seinen Stadtratskollegen der PWG, Thomas Schröttle und Dr. Ralf Loitzsch, geht es um das Tanzhaus und mehr. Denn Bosse und seine Parteikollegen wollen nicht nur dafür kämpfen, dass die Projekt Tanzhaus zügig und fokussiert angegangen wird. Da eine Sanierung oder gar ein Neubau des Tanzhauses mit Stadtsaal sich aber über mehrere Jahre hinzieht und Veranstaltung verschiedener Art dann sehr lange in provisorische Hallen ausweichen müssen, möchte die PWG zunächst eine Stadthalle bauen. Als möglichen Standort kann sich Bosse den Platz der ehemaligen Schwabenhalle vorstellen oder das Baywa-Gelände. Bereits im Besitz der Stadt ist das Sibinger-Gelände (Zusam-Weg), das stadtnah ebenfalls geeignet wäre.

„Wir müssen die Erlebniskultur in dieser Stadt steigern.“

„Natürlich kostet das viel Geld. Aber wir müssen es uns leisten, um die Stadt voranzubringen“, sagt Bosse. Es müsse endlich ein Weg aus dem jahrelangen Stillstand gefunden werden. „Vereine, Schüler, Veranstaltungen aller Art brauchen einen passenden Ort“, sagt Bosse. „Wir müssen die Erlebniskultur in dieser Stadt wieder steigern.“

Natürlich verspricht er, dass er diesen Plan sofort umsetzen wird, würde er im März 2020 als Oberbürgermeister der Stadt Donauwörth gewählt werden. „In Zeiten des Niedrigzinses müssen wir endlich handeln“, sagt Bosse. Seine Fraktion werde in den nächsten Wochen einen Antrag stellen und hoffentlich eine Mehrheit dafür gewinnen.

Beim Tanzhaus will die PWG mit ihrem Kandidaten sich bewusst offen für alles zeigen. Eine Sanierung des in den 70er Jahren, historischer Optik nachempfundenen Hauses samt Tiefgarage würde etwa acht Millionen Euro verschlingen. „Wenn wir sehen, welche Kostenexplosion bei aktuellen Sanierungsmaßnahmen des Landkreises stattfinden, wäre es durchaus möglich, dass diese Zahl weiter steigt“, sagt Thomas Schröttle. Ein Neubau könne da die bessere Entscheidung sein. Wichtig wäre es jetzt aber ein klares Konzept zu erarbeiten und das rasch umzusetzen. Einen Stadtsaal soll es weiter geben.

Der hässliche Leerstand soll verschwinden

Bis es so weit ist brauche das Tanzhaus eine Zwischennutzung, um den hässlichen Leerstand zu überbrücken. Bosse hatte sich vorgestellt, dass der Stadtladen für einige Jahre dort einzieht, doch davon ist die CID nicht begeistert. Dort will man eine dauerhafte Lösung.

Am Ende, so die PWG-Vertreter einhellig, solle kein Verein und keine Schule mehr in umliegende Gemeinde ausweichen müssen. „Der aktuelle Zustand ist katastrophal“, sagt Bosse.

Bürgerinformation Am Mittwoch, 30. Januar, findet eine Bürgerinformation zum Thema Tanzhaus um 18 Uhr im Vhs-Gebäude im Spindeltal statt.

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