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13.07.2010

Die alte Glocke erklingt wieder

Treuchtlingen-Gundelsheim Die katholische Pfarrgemeinde Gundelsheim feierte im Rahmen eines Gottesdienstes die Weihe des neuen Glockenstuhls am Friedhof.

Die Glocke - eine wertvolle Zeitzeugin aus dem 17. Jahrhundert - wurde 1677 in Ingolstadt gegossen und hat ein Gewicht von 260 Kilogramm. Während des Zweiten Weltkrieges (1943) wurde die Glocke von den Machthabern konfisziert und zur Einschmelzung für Rüstungsgüter nach Hamburg verfrachtet. Gott sei Dank überstand sie den Weltkrieg und konnte 1946 wieder an die Pfarrgemeinde zurückgegeben werden.

40 Jahre geschwiegen

Sie wurde 1969 nach der Erweiterung der Läuteanlage in der Gundelsheimer St.-Ulrichs-Kirche überzählig und deshalb abgenommen. Nach über 40-jährigem Schweigen kann sie nun im neuen Turm wieder erklingen. Das renovierte Kriegerdenkmal aus heimischem Juramarmor fand ebenfalls einen würdigen Platz unter der Glocke. Durch großzügige Unterstützung des Lions-Club Altmühltal sowie der Firma Al-Franken konnte dieses Vorhaben umgesetzt werden. Die Planung wurde von Ernst Körner ausgeführt. Der Veteranen- und Kameradschaftsverein Gundelsheim übernahm die Umsetzung des Kriegerdenkmals und unterstütze die Kirchenverwaltung mit einer Spende. Auch viele Firmen unterstützten das Projekt.

Die alte Glocke erklingt wieder

Rund 350 Stunden gearbeitet

Seit Ende Mai 2010 wurden etwa 350 Stunden ehrenamtlicher Einsatz am Turmbau geleistet. Über 20 Stunden Maschineneinsätze (Bulldog, Lader und Bagger) wurden von Landwirten und Firmen unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Pfarrer Volker Kurz bedankte sich nach der Segnung des Glockenstuhls bei allen Spendern und Helfern für ihre Unterstützung. (pm)

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