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06.02.2015

Die letzte Telefonzelle

Die letzte klassische Telefonzelle steht in Wemding an der Bahnhofstraße. Sie wird nun bald durch ein sogenanntes Basistelefon ersetzt. Gleiches gilt für den öffentlichen Fernsprecher am VG-Gebäude in der Mangoldstraße. Foto: Wolfgang Widemann
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Die letzte klassische Telefonzelle steht in Wemding an der Bahnhofstraße. Sie wird nun bald durch ein sogenanntes Basistelefon ersetzt. Gleiches gilt für den öffentlichen Fernsprecher am VG-Gebäude in der Mangoldstraße. Foto: Wolfgang Widemann

Zwei öffentliche Apparate bleiben aber

Einst gehörten Telefonzellen fest zum Ortsbild. In Zeiten, in denen praktisch jeder ein Mobilgerät besitzt, nimmt kaum noch jemand die inzwischen magentafarbenen Hörer in die Hand. Deshalb baut die Telekom systematisch Zellen ab. Bald wird auch in Wemding die letzte – sogar noch gelbe – Kabine verschwunden sein. Lange hat sich die Stadt dagegen gesperrt, doch nun blieb ihr keine andere Wahl mehr, als dem Drängen der Telekom nachzugeben. Jedoch bleiben in Wemding zwei öffentliche Fernsprecher bestehen.

Solche befinden sich derzeit in einer klassischen Telefonzelle an der Bahnhofstraße vor dem ehemaligen Postamt und einer in der quasi überdachten Ecke des Gebäudes der Verwaltungsgemeinschaft (VG) in der Altstadt (Mangoldstraße). Jahr für Jahr fragte die Telekom bei der Stadt an, um diesen Zustand zu ändern. Die beiden Fernsprecher würden kaum noch genutzt, so das Unternehmen. Dieses registriert jeweils maximal vier bis sieben Gespräche pro Woche. Die Stadt lehnte eine Rücksprache stets mit Hinweise auf die vielen Touristen, die sich im Ort tummelten, ab.

Doch nun wollte sich die Telekom nicht mehr abspeisen lassen, informierte Bürgermeister Dr. Martin Drexler. Im Klartext: Entweder werde einen Standort gestrichen oder es würden beide Fernsprecher nur noch mit sogenannten Basistelefonen bestückt. Dabei handelt es sich um einfache, robuste Geräte ohne Wetterschutz und Beleuchtung, die nur noch mit Kredit- oder Guthabenkarte benutzt werden können. Notrufe seien weiterhin kostenlos möglich.

„Ganz ohne Telefon dürfen sie uns nicht lassen“, so Drexler. Einer Vereinbarung mit dem Deutschen Städte- und Gemeindetag zufolge müsse es in jeder Kommune mindestens einen öffentlichen Apparat geben. Die Räte sprachen sich angesichts der Tatsachen einstimmig für die Variante mit den beiden Basistelefonen an den bisherigen Standorten aus. (wwi)

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