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Handy-Netz

19.12.2018

Diskussion um Mobilfunkmast in Rögling: Bürgerentscheid kommt

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Wohin soll der Mobilfunkmast in Rögling? Auf dem Dach der Feuerwehr oder doch außerhalb des Dorfes?
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Der Gemeinderat Rögling hat sich am Dienstagabend einstimmig für einen Bürgerentscheid. Der muss bis März stattfinden.

In Rögling kommt es spätestens bis Ende März zu einem Bürgerentscheid. Dann stimmen die Bürger über den möglichen Standort eines Mobilfunk-Sendemasts ab. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Gemeinderats.

Nachdem in der vorangegangenen Zusammenkunft die Räte noch kräftig über das Bürgerbegehren diskutiert hatten, ging am Dienstagabend alles ganz schnell. Ohne jegliche Aussprache stimmten die Ratsmitglieder einstimmig dafür, das Begehren zuzulassen. Die Folge ist ein Entscheid, der innerhalb von drei Monaten stattfinden muss. Vor der Entscheidung hatte Bürgermeisterin Maria Mittl kurz die Stellungnahme eines Rechtsanwalts zum Bürgerbegehren dargelegt. Die Gemeinderäte hatten diesen fachlichen und juristischen Rat eingefordert. Der Anwalt kam laut Mittl zu dem Ergebnis, dass alle Voraussetzungen erfüllt sind: „Es ist alles rechtens und die Begründung ist ausreichend.“ Zu diesem Schluss waren auch schon die Verwaltungsgemeinschaft Monheim, das Landratsamt und der Bayerische Gemeindetag gekommen.

230 Unterschriften waren gesammelt worden

Wie berichtet, hatte die Initiative Mobilfunk in Rögling fast 230 Unterschriften für das Bürgerbegehren gesammelt. Das sind über 40 Prozent der Wahlberechtigten. Die Initiative möchte, dass der Mast mit einer Sendeanlage gut 400 Meter außerhalb des Dorfs errichtet wird.

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Diese drei Alternativen für Mobilfunk-Sendeanlagen würde die Telekom akzeptieren. Der Arbeitskreis, der das Bürgerbegehren eingereicht hat, favorisiert Flurstück 634. Der Gemeinderat hat sich für den Turm des Feuerwehrhauses entschieden.
Bild: Arbeitskreis Mobilfunk

Hingegen hat der Gemeinderat beschlossen, die Antenne auf dem Schlauchturm des Feuerwehrhauses im Ort zu installieren. Die Meinungen, an welchem Standort eine mögliche gesundheitliche Belastung geringer ist, gehen auseinander. Das Thema ist in Rögling von besonderem Interesse, gibt es in der kleinen Kommune mit ihren rund 650 Einwohnern doch bislang keine einzige Sendeanlage für Mobilfunk – im weiteren Umkreis eine absolute Seltenheit.

Nach dem Beschluss der Räte kündigte Bürgermeisterin Mittl an, die Verwaltung werde nun die weiteren Schritte für einen Bürgerentscheid vorbereiten.

Lesen Sie hierzu auch den Kommentar: Bürgerentscheid in Rögling: eine saubere Lösung

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