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Landkreis Donau-Ries

08.04.2021

Donau-Ries-Kreis: Corona-Impfungen für Lehrer sind angelaufen

An der Grundschule in Riedlingen sowie in Deiningen finden derzeit Reihenimpfungen für Lehrer statt. 
Foto: Bissinger

Plus Nach dem Hin und Her wegen AstraZeneca musste im Donau-Ries-Kreis umgeplant werden. Doch nun bekommen 650 Lehrer doch ihre Corona-Impfung.

An der Gebrüder-Röls-Schule in Riedlingen und in Deinigen werden seit Donnerstag von mobilen Impfteams des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Lehrerinnen und Lehrer mit Hochdruck geimpft. 650 Pädagogen der Grund- und Förderschulen werden in zwei Tagen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer versorgt. Nach den Osterferien können diese Lehrkräfte dann also geimpft in einen möglichen Präsenzunterricht gehen – je nachdem wie die Inzidenz liegt.

Neben Pflegekräften gehören Lehrer und Kita-Mitarbeiter zu den Menschen mit besonders vielen Kontaktpersonen. Aus diesem Grund können sie sich vorrangig gegen das Coronavirus impfen lassen. Menschen, die in der Kinderbetreuung tätig sind oder an Grund-, Sonder- und Förderschulen unterrichten, haben laut der Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums „hohe Priorität“. Sie gehören damit zu den Gruppen, die schneller einen Termin zur Corona-Impfung bekommen sollen.

Corona: BRK organisiert mit dem Schulamt Donau-Ries Reihenimpfung

Um das zu unterstützen, hat das BRK gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt Donau-Ries eine Reihenimpfung organisiert. Beschäftigte konnten sich gesammelt über ihre Trägereinrichtung zur Impfung anmelden. Davon unabhängig ist es für Lehrer der genannten Schularten und Kita-Mitarbeiter ebenfalls möglich, sich über das bayerische Anmeldesystem zu registrieren.

„Das ist schon ein besonderer Moment für mich“, sagt Carolin Yazdany, als sie an der Reihe ist und die Erstimpfung erhält. Sie freue sich sehr, nun geschützt zu sein, weil sie zuletzt immer ein „mulmiges Gefühl“ hatte. Yazdany, gebürtige Iranerin, ist an der Sebastian-Franck-Grundschule in der Donauwörther Parkstadt in der Mittagsbetreuung beschäftigt. Sie hätte sich auch mit AstraZeneca impfen lassen. Ihre Verwandtschaft in London sei damit geimpft und hätte keinerlei Beschwerden gehabt, berichtet Yazdany.

Wartenzeiten in Riedlingen sind kurz - wie meist auch im Impfzentrum

Wie meist auch im Impfzentrum sind hier an der Schule in Riedlingen die Wartezeiten kurz, wurden die Lehrer doch minutiös eingeladen. Nach dem Piks haben sie in der vorgeschriebenen Wartezeit von 15 Minuten die Gelegenheit, sich auszutauschen. Hauptthema: Wie geht es an den Grundschulen weiter? Nicht alle der Geimpften sind überzeugt, dass es ab kommendem Montag wieder einen Präsenzunterricht gibt. Kein Verständnis hat Carolin Yazdany für jene Menschen, die über Ostern auf Mallorca ihren Urlaub verbracht haben. Sie befürchtet, dass einige von ihnen trotz des vorgeschriebenen PCR-Tests das Virus nach Deutschland bringen.

Ursprünglich hätten die Lehrer AstraZeneca bekommen sollen

Ursprünglich sollten die Pädagogen bekanntlich mit AstraZeneca geimpft werden. Die Termine waren wegen des Problems mit Astra um zwei Tage verschoben worden. Julian Linden, der für das BRK den Einsatz des mobilen Teams koordiniert, lobt die Unterstützung durch die ehrenamtlichen Helfer. Sie seien in der Vergangenheit normalerweise bei Großveranstaltungen eingesetzt gewesen. Nur so sei es möglich, „mit einem derartigen Kraftakt innerhalb von nur zwei Tagen die Lehrerinnen und Lehrer zu impfen“.

Er habe eine hohe Impfakzeptanz festgestellt und glaube, dass sich nur einige wenige Personen gegen eine Impfung ausgesprochen hätten, sagte Linden. Er wird mit seinem Team am Freitag noch in Riedlingen sein, ab nächster Woche dann wieder zu Nachimpfungen mobil an Seniorenheimen. Auch etliche bettlägerige Menschen hätten noch keine Schutzimpfung erhalten.

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