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Jugendamt

16.07.2012

Donau-Ries: Wohl von Kindern ist immer öfter gefährdet

„Selbstmeldungen ziehen sich durch alle Schichten der Gesellschaft.“Adelbert Singer, Jugendamt

Das Konfliktpotenzial zwischen Eltern und Kindern steigt. Mehr als 70 Fälle wurden im vergangenen Jahr im Landkreis Donau-Ries überprüft.

Das Jugendamt Donau-Ries muss immer öfter in Familien im Landkreis nach dem Rechten sehen. Die Zahl vorübergehender Inobhutnahmen droht ebenfalls zu steigen. „Allein im ersten Quartal 2012 hatten wir zehn Fälle – sonst waren es in den vergangenen Jahren konstant etwa 15 jährlich“, bestätigt Adelbert Singer, Teamleiter der Beratungsstelle für Jugend und Familie im Jugendamt. Bis zum Halbjahr habe sich die Situation zum Glück beruhigt. Deutschlandweit stieg die Zahl der Fälle, in denen ein Kind vorübergehend aus seiner Familie geholt wird, im Jahr 2011 um rund sechs Prozent.

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„Bei einer Inobhutnahme holen wir das Kind aus einer akuten, gefährdenden Situation heraus. Wir schaffen einen Schutzraum“, erklärt Singer. Die Betroffenen seien Kinder und Jugendliche jeden Alters, vom Baby bis zum 17-Jährigen.

Das Jugendamt greift dann ein, wenn Kinder selbst oder Personen in deren Umfeld die Mitarbeiter auf Probleme aufmerksam machen – also eine sogenannte Meldung zur Kindeswohlgefährdung abgeben. „Seit drei bis vier Jahren nehmen diese Meldungen im Landkreis immens zu“, sagt Singer. 70 bis 80 Hinweise gingen im vergangenen Jahr beim Jugendamt ein. „Selbstmeldungen, in denen uns Kinder um Hilfe bitten, ziehen sich durch alle Schichten der Gesellschaft“, weiß Singer. Die Vernachlässigung von Kindern aber fokussiere sich auf sozial randständige Familien.

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