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Donauwörth
27.12.2017

Ein Krankenhaus reagiert auf den Pflegenotstand

Sie lieben ihre Arbeit in der Pflege im Krankenhaus Donauwörth, aber sie wünschen sich mehr Kollegen (von links): Wilma Heiß, Michaela Deisenhofer und Stephan Schulz.
Foto: Ulrich Wagner

In der Donauwörther Klinik war es irgendwann nicht mehr möglich, einen Schichtplan aufzustellen. Es fehlten zu viele Pflegekräfte. Jetzt wird zu besonderen Maßnahmen gegriffen.

Geschlossen. Prof. Alexander Wild drückt wie zum sichtbaren Beweis die Klinke des Patientenzimmers herunter. Vergeblich. Die Tür geht nicht auf. Der Raum ist ja auch leer. Wie fünf weitere Zimmer. 18 von 40 Betten sind aktuell nicht belegt auf Station 8, der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulentherapie an der Donau-Ries Klinik Donauwörth. Seit etwa zwei Wochen sei das schon so. Und nicht nur auf dieser Station bleiben Betten gezielt leer. Weil so viele Pflegekräfte im Haus fehlen. Weil die Pflegekräfte so dringend eine Entlastung forderten.

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Die Diskussion ist geschlossen.

27.12.2017

Respekt und Hochachtung dem Personal, der Gewerkschaft und auch dem Landrat zu diesem Schritt!! Jeder weiß es, keiner spricht über den Pflegenotstand. Nur wer selbst betroffen ist oder einen Angehörigen in Pflege hat weiß was hier von dem Personal geleistet wird. Es geht nur um „schwarze Zahlen“ auf Kosten des Personals und der Pflegebedürftigen, und das bei sprudelnden Steuereinahmen des Staates. Eine „ Gesundheitsquote“ sollte ein Maßstab für die Leistungsfähigkeit einer Klinik sein. Auch bei den Pflegekräften muss es einen gesetzlichen Anstellungsschlüssel geben, der sich gerne auch an den der Kitas mit 1:10 orientieren kann. Aber auch Anerkennung des Personals durch unsere Entscheidungsträger, die sich ein Bild vor Ort machen sollen, z.B. durch eine Schicht pro Jahr im Pflegeheim oder Klinik, damit er weiß wovon er spricht. Entscheidungen werden aber von Leuten getroffen, die in den Behörden auf der Insel der Glückseligen sitzen. Gerade die jetzt Pflegebedürftigen haben unseren Staat und unseren jetzigen Wohlstand nach dem Krieg aufgebaut und haben es verdient würdig behandelt zu werden. Dazu müssen die Voraussetzungen geschaffen werden.

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27.12.2017

Endlich einmal eine positive Meldung. Danke Herr Rößle und Respekt!

Hier können sich Herren Landrat Sailer und Vorstand Schmidtke eine dicke Scheibe abschneiden. Auch diese sollten einmal am späten Nachmittag oder in der Nacht auf verschiedenen Station aufschlagen und mit den Leuten sprechen.

Wünschenswert wäre auch, dass die eine oder andere Stationsleitung so wie Pflegedienstleiterin Deisenhofer von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beliebt ist weil sie HINTER den Leuten steht.

Dass Pflegekräfte keine große Lobby haben ist allerdings selbst verschuldet. Ansätze waren genug vorhanden. Hier müssten sich die Pflegeverbände mehr zusammenschließen. Außerdem ist trotz des Drucks der Zusammenhalt mancher Pflegenden nicht besonders. Um den eigenen Dienstplan optimal zu bekommen ist eher Liebkind beim Chef angesagt statt gemeinsam (letztlich auch im Interesse der Leitungen) vorzugehen. Und verschiedene Leitungen wollen auch nur immer gut dastehen nach dem Motto: "auf meiner Station ist alles in Ordnung".

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