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Donauwörth
14.09.2021

Ein neues Pilgerbier in Donauwörth?

Pilger auf dem Jakobsweg..
Foto: Wolfgang Radtke/Bayerisches Pilgerbüro

Das spirituelle Wandern hat Tradition in Donauwörth – nun sollen die Pilgertage ab Donnerstag dies in den Fokus rücken. Dazu wurde ein neues Getränk gebraut.

Die ersten Donauwörther Pilgertage rücken näher – sie finden ab dem morgigen Donnerstag, 16. September, bis zum kommenden Sonntag in der Großen Kreisstadt statt.

Die Donaustadt ist seit Hunderten von Jahren Durchgangsort für viele Pilger auf dem Weg nach Rom auf der Via Romea Germanica, Europas frischgebackener Kulturroute, die von Stade über Donauwörth nach Rom führt. Seit knapp 1000 Jahren beherbergt Donauwörth Splitter vom Kreuze Jesu aus dem byzantinischen Reichsschatz und die Stadt ist seither Wallfahrer- und Pilgerort. Mehrere Jakobus-Pilgerwege gehen zudem über die Große Kreisstadt auf ihrem Weg ins spanische Santiago de Compostela. Am Samstag, 18. September, soll nun über den Pilgerort Donauwörth, der weltweit längste Pilgerweg, der Jerusalemweg, als internationaler Friedens- und Kulturweg in Donauwörth mit einem Festakt an der Friedensbrücke eingeweiht werden.

Donauwörth wird in den Jerusalemweg miteingebunden

Mit der Austragung des 1. Via-Romea-Pilger-Symposium 2018 hatte die Stadtverwaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Donauwörth Akzente gesetzt, Donauwörth wieder stärker ins Gedächtnis der Pilger zu bringen. Interessierte Pilger kamen und trafen sich, bei einem Pilger-Stammtisch wurde schließlich der ideale Deutschland-Zubringer zum Jerusalemweg gesucht, der vom Ende des Jakobusweges in Spanien seinen Anfang nimmt und über 18 Länder und zwei Kontinente über Österreich nach Jerusalem führt. Der Jerusalemweg ist der global längste Pilgerweg, er gilt auch als „internationaler Friedens- und Kulturweg“.

„Wenn das alles kein Grund zum Feiern ist“, dachte sich die Kaisheimer Pilgerin Brigitte Tanneberger und kontaktierte zusammen mit der Donauwörther Tourismusleiterin Ulrike Steger das neu gegründete „Donauwörther Brauhaus“, um ein Pilgergetränk zu kreieren.

Als Pilgerin mit vielen Streckenkilometern hatte Tanneberger auch schon den klangvollen Namen „Pilgerlust“ parat, der sich auf „Pilgerfrust“ reimt. Ein Erlebnis, das wohl leider viele Pilger irgendwann auf dem Weg überfallen kann.

Der Donauwörther Brauer ist selbst ein Pilger

Bei Brauer Simon Baumer stieß die Idee auf offene Ohren. Baumer, selbst ein Pilger, der schon als Jugendlicher den Jakobusweg nach Santiago de Compostela gepilgert ist, musste von Tourismusleiterin Steger nicht lange überzeugt werden, welche Idee dahinter steckt. Zusammen mit seinen Kollegen vom „Donauwörther Brauhaus“ wurde beschlossen, dass so ein Getränk in die Angebotspalette des noch jungen Unternehmens passt und somit einen perfekten Donauwörth-Bezug hätte.

Der Brauer tüftelte, probierte und kreierte und kann nun zum Auftakt der 1. Donauwörther Pilgertage, am Donnerstag, 16. September, um 17 Uhr, im Foyer der Vhs Donauwörth/Forum für Bildung und Energie, die „Pilgerlust“ erstmals ausschenken. Um was für ein Getränk es sich handelt, darauf dürfen die Besucher gespannt sein.

Beim Festakt an der Friedensbrücke mit Eröffnung des Jerusalemwegs und Einweihung der Skulptur „Friedenstaube“ am Donauspitz am Samstag, 18. September, um 17 Uhr wird die „Pilgerlust“ ebenfalls allen Besuchern zur Verkostung angeboten. Zudem steht es bereits ab 17. September im Donauwörther Stadtladen in der Reichsstraße und im Getränkemarkt Dengler zum Abverkauf bereit. Auf der Altstadtinsel Ried ist die frischgebraute „Pilgerlust“ dann auch im Café La Kami auf der Getränkekarte zu finden.

Die Städtische Tourist-Information Donauwörth hat zur „Pilgerlust“ einen Flaschenanhänger gemacht, der auf die vielen Pilgerwege durch die Stadt hinweist.

Das gesamte Programm der 1. Donauwörther Pilgertage mit Vorträgen namhafter Referenten und Autoren, mit begleiteten Pilgerwanderungen und vielem mehr liegt im Donauwörther Rathaus, der Stadtbibliothek und der Volkshochschule zur Mitnahme auf und ist auf der Donauwörther Homepage digital abrufbar. Sämtliche Veranstaltungen sind kostenfrei. Eine Anmeldung ist zu jedem Programmpunkt notwendig. Es gelten die Vorgaben im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen. Bei den Vorträgen in der Vhs gilt die 3-G-Regel. (dz)

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