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Donauwörth
25.12.2018

Hepatitis C: Ende der Ermittlungen ist nicht in Sicht

Wie viele Patienten hat ein Narkosearzt am Krankenhaus Donauwörth mit Hepatitis C angesteckt?
Foto: Szilvia Izsó

Mindestens 60 Patienten soll ein Arzt in Donauwörth mit Hepatitis C infiziert haben. Die Staatsanwaltschaft rechnet mit langen Ermittlungen.

Ein Ende der Ermittlungen wegen der Serie von Hepatitis-Infektionen im kommunalen Krankenhaus in Donauwörth ist nicht in Sicht. Ein Narkosearzt wird verdächtigt, bei Operationen in der Donau-Ries-Klinik reihenweise Patienten mit Leberentzündung angesteckt haben. Das Gesundheitsamt geht von mindestens 60 OP-Patienten aus, auf die der frühere Anästhesist der Klinik Hepatitis C übertragen haben soll. Die Augsburger Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts von Körperverletzungsdelikten gegen den Mediziner. Er arbeitet seit einiger Zeit nicht mehr in Donauwörth.

Hepatitis-C-Skandal: Mehr als 1600 Menschen müssen sich testen lassen

"Es ist sehr komplex und sehr umfangreich, weil wir ja für jeden Einzelfall den Weg der Infektion und die Verantwortlichkeiten prüfen und strafrechtlich bewerten müssen", sagte Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai zu dem Verfahren. Die Untersuchung finde in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt im Landkreis Donau-Ries statt.

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