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Donauwörth

08.01.2020

Donauwörth: Wahlkampf geht nach der Halbzeit weiter

Plus Donauwörths vier Oberbürgermeister-Kandidaten starten nun in die entscheidende zweite Runde. Wie es bisher für Bosse, Fackler, Riedelsheimer und Sorré lief.

Wahlplakate, Informationsveranstaltungen, Infostände sowie Gratiskugelschreiber und Gummibärchen – wer als Bürger an Wahlkampf denkt, dem schießen rasch diese Sachen in den Kopf. Freilich wird es auch in der Zeit bis zum 15. März, in der sich Politiker vorstellen und ihre Ziele bekannt machen wollen, viele dieser netten Mitbringsel geben.

Wer nach der Wahl das Oberbürgermeisteramt von Armin Neudert übernimmt, ist aber nicht so leicht vorherzusagen. Michael Bosse (PWG/ Freie Wähler), Joachim Fackler ( CSU), Albert Riedelsheimer (Grüne) und der parteilose Jürgen Sorré, der von der SPD ins Rennen geschickt wurde, starten nun alle in die heiße Phase des Wahlkampfs.

Wie die Donauwörther OB-Kandidaten ihren bisherigen Wahlkampf erlebt haben, was die Bürger in der zweiten Runde der Gastauftritte erwartet und wie ihre Kandidatur den Beruf beeinflusst – eine Übersicht:

Donauwörth: Wahlkampf geht nach der Halbzeit weiter

Michael Bosse Der erste, der sich für die Nachfolge Neuderts in Stellung gebracht hatte, war der 50-jährige Michael Bosse. „Viel Rückenwind“ nehme er aus der ersten Runde mit, in der er bereits sein Wahlprogramm in den Stadtteilen präsentiert hatte. „Ich habe mich über sehr viele freundliche Leute und ganz viele Rückmeldungen zu meinem Wahlprogramm gefreut“, resümiert Bosse. Nun gehe er mit den Stadtratskandidaten in die zweite Runde, ein großer Kern der 90 Leute werde dabei sein, erklärt er weiter.

Auswirkungen auf den Beruf

Bosse, der als Versicherungsfachmann mit eigenem Büro arbeitet, bemerkt die Auswirkungen des Wahlkampfs auf seinen Beruf, erklärt jedoch: „Bisher lässt es sich ganz gut managen, auch weil mir meine Frau viel unter die Arme greift. Zwar fühlen sich manche Tage ziemlich lange an, aber ich wusste was auf mich zukommt und wollte das auch. Von dem her ist das kein Problem.“

Seine Auftaktveranstaltung der zweiten Wahlkampfrunde findet am Sonntag, 12. Januar, im Gasthaus Schiffelholz in Schäfstall um 10 Uhr statt. Weitere Termine sowie das Wahlprogramm von Bosse sind unter www.michael-bosse.de zu finden.

Joachim Fackler Der jüngste aller Kandidaten ist der 33-jährige Joachim Fackler. Der profitierte in seiner ersten Wahlkampfrunde in den Stadtteilen sehr von seiner Bürgerumfrage, wie er berichtet: „Ich habe durch meine Umfrage bereits viele Probleme aufnehmen und in den Veranstaltungen aufgreifen können. Insgesamt habe ich viel Resonanz erhalten. Es gab viele gute Gespräche mit Interessenten, Vereinsvertretern und Unternehmern“, so der Oberbürgermeisterkandidat.

Urlaub für den Wahlkampf

Fackler geht nun mit den 30 Stadtratskandidaten der CSU sowie mit den Kreisratskandidaten in die heiße Phase des Wahlkampfs. Sein ausführliches Wahlprogramm wird am Sonntag ebenfalls veröffentlicht, fertig ist es bereits schon. Der Politiker hat sich für den Wahlkampf nun Urlaub genommen: „Ich habe mir von meiner Stellung im bayerischen Finanz- und Heimatministerium in München unbezahlten Urlaub genommen, um meine ganze Kraft voll und ganz in den Wahlkampf zu stecken.“

Facklers erster Halt bei den anstehenden nächsten Ortsbesuchen findet am Donnerstag, 16. Januar, um 19 Uhr im Gasthof Hoser in Auchsesheim statt. Weitere Termine und Informationen gibt es auf www.joachim-fackler.de.

Albert Riedelsheimer Mitten im Haustürwahlkampf befindet sich derzeit der Kandidat der Grünen, Albert Riedelsheimer (53). „Die Leute sind froh, dass vier Kandidaten antreten. Es wird auch mehr über Politik diskutiert. Ich bekomme bei den Menschen an den Haustüren über sehr viel Feedback und habe bisher ausschließlich gute Gespräche geführt“, lautet Riedelsheimers bisheriges Fazit. Er zieht nun wie seine Konkurrenten ebenfalls durch die Stadtteile, gestern hat er in Nordheim bereits den Auftakt gemacht. Auch er bemerkt den Wahlkampf neben seinem Beruf.

Eigene Website geplant

Riedelsheimer sagt: „Natürlich wird die Arbeit dann mehr. Ich bin aber schon lange genug dabei, um zu wissen, was auf mich zukommt. Meine Stärke ist es definitiv mit Menschen in Kontakt zu treten. Und darauf freue ich mich nun, außerdem werde ich mein Wahlprogramm vorstellen. Das werde ich in allen Stadtteilen tun und mir viel Zeit dafür nehmen.“

Am Dienstag, 14. Januar, ist er um 19.30 Uhr im Gasthaus Hoser in Auchsesheim zu Gast. Weitere Termine sind unter www.gruene-donau-ries.de/wahlen-2020 zu finden, außerdem wird Riedelsheimer in wenigen Tagen eine eigene Website veröffentlichen, auf der Wahlprogramm und Informationen zu finden sind.

Jürgen Sorré Der 44-jährige Jürgen Sorré hat einige Eindrücke in seiner ersten Wahlkampfrunde gewinnen können. „Die Erwartungshaltung war da, dass sich jemand blicken lässt. Mein Ziel war es viel offene Diskussionen zuzulassen und etwas in die Stadt hineinzuhören. Jetzt kann ich sagen, dass mich die Besuche in meinem Vorhaben zu kandidieren, nochmal bestärkt haben“, so der parteilose OB-Kandidat. Nun wolle er sein Wahlprogramm präsentieren und auf den Grundlagen aufbauen, die er in der ersten Runde gelegt habe, erklärt Sorré.

Mit Freude in Runde zwei

In der Vorweihnachtszeit habe er mit Beruf und Kandidatur alle Hände voll zu tun gehabt: „Im Bankgewerbe ist in der Zeit vor Weihnachten viel los. Da habe ich dann schon gemerkt, dass es stressig wird. Der Stress war aber positiv, weil ich viel Kraft aus den positiven Rückmeldungen gezogen habe. Mit schlechterem Feedback wäre es wahrscheinlich quälender geworden.“ Mit Freude gehe er nun in die nächste Runde, die bereits gestern in Auchsesheim gestartet ist.

Der nächste Termin für Wörnitzstein und Felsheim ist am Sonntag, 12. Januar, um 10 Uhr im Gasthaus Braun. Weitere Termine sowie das Wahlprogramm sind auf der Homepage www.juergen-sorre.de.

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