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Ereignis

24.10.2017

Donauwörth bekommt eine Friedensbrücke

Am Reformationstag wird die Untere Wörnitzbrücke umbenannt. Was dahintersteckt

Es wird ein Ereignis an einem historischen Ort sein: Am 31. Oktober, dem Reformationstag, findet die feierliche Namensgebung der Friedensbrücke in Donauwörth statt. Dies geschieht im Rahmen eines Festaktes mit Friedensgebet in der evangelischen Christuskirche, Andacht im katholischen Liebfrauenmünster und einem anschließenden gemeinsamen Gang mit Fahnen und Musik durch die Stadt bis zur künftigen Friedensbrücke, der jetzigen Unteren Wörnitzbrücke an der Umkehr.

Nach der offiziellen Namensgebung dort wird eine Friedenslinde am Donauspitz gepflanzt. Zum Ende der Veranstaltung wird zu einem gemeinsamen Mittagsimbiss im Stadtsaal des Tanzhauses eingeladen. Veranstalter sind in Zusammenarbeit die Stadt Donauwörth, die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Donauwörth und die katholische Pfarreiengemeinschaft Donauwörth-Liebfrauenmünster.

Die feierliche Veranstaltung, zu der alle Bürger eingeladen sind, würdigt zwei historische Anlässe zugleich: Zum 500. Mal jährt sich am 31. Oktober dieses Jahres der Thesenanschlag Martin Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg. Zugleich wird eines einschneidenden Ereignisses in der Geschichte Donauwörths gedacht: des Kreuz- und Fahnengefechtes. Diese tumultartige Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten, die sich im April 1606 zutrug, fand ihren Höhepunkt an der heutigen Umkehr. Sie führte zur Verhängung der Reichsacht über die Stadt und dem Verlust zahlreicher Privilegien.

Um beide historische Ereignisse zu würdigen, beschloss der Stadtrat, die Untere Wörnitzbrücke in Friedensbrücke umzubenennen. Dies geschieht auf Anregung der beiden Dekane Johannes Heidecker (evangelisch-lutherisch) und Robert Neuner (katholisch), als Zeichen der Ökumene und des Reformationsjubiläums.

Zur Feier des Tages wird am 31. Oktober mittags in Donauwörth der seltene Klang der „Pummerin“ zu vernehmen sein: eine Glocke des Liebfrauenmünsters und mit rund 6,5 Tonnen Gewicht und über zwei Metern Durchmesser eine der größten Glocken Nordschwabens.

Um den Zug durch die Donauwörther Innenstadt besonders festlich zu gestalten, werden die städtischen Gebäude in der Reichsstraße und in der Kapellstraße beflaggt. Städtische Vereine sind eingeladen, mit ihren Fahnenabordnungen teilzunehmen. (dz)

10.30 Uhr Treffpunkt in der Christuskirche, Pflegstraße 32, ökumenisches Friedensgebet, dann Umzug zum Liebfrauenmünster, kurze Andacht, Zug über die Reichsstraße-Kapellstraße-Umkehr. 12 Uhr Feierliche Namensgebung der Friedensbrücke durch OB Neudert und die Geistlichen, an der Wörnitzbrücke an der Umkehr. 12.10 Uhr Pflanzen der Friedenslinde am Donauspitz, initiiert durch die Aktion Anker. 12.30 Uhr gemeinsamer Mittagsimbiss im Tanzhaus.

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