Flugplatzfest

01.10.2013

Donauwörth hebt ab

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Ein ungewöhnliches Rennen lieferten sich diese vier Fahrzeuge.

Taufe für neue Maschine der Motorflugsportgruppe

Genderkingen Ein buntes Rahmenprogramm und vor allem das sonnige Wetter am Nachmittag haben wieder viele Hundert Besucher zum Flugplatzfest gelockt. Das sonore Brummen der Motoren im Himmel über dem Flugplatz ist die Begleitmusik. Je nach Typ der Maschinen verursachen diese mehr oder weniger Lärm. „Diesen zu reduzieren, haben wir uns zur Aufgabe gemacht“, erklärt Burkhard Siebert, der Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Motorflugsportgruppe Donauwörth-Genderkingen.

Eine Verbindung über Grenzen hinweg

Das gute Verhältnis zu den umliegenden Gemeinden sei eine Herzensangelegenheit für den Verein. Deswegen habe man die Flieger „Bäumenheim“, „Genderkingen“ und nun auch „Donauwörth“ getauft. Seit acht Jahren modernisieren die Mitglieder kontinuierlich ihren Flugzeugpark. Die neueste Errungenschaft ist eine zweimotorige „Diamond DA42“, die das Wappen der Kreisstadt trägt. „Sie verbindet unser Donauwörth, Stadt der Luftfahrt, über die Grenzen hinweg mit anderen Kontinenten“, sagte Oberbürgermeister Armin Neudert bei der Taufe, ehe der Sekt aus den Händen seiner Ehefrau über den Rumpf floss.

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Was er damit meinte beschrieb Siebert im Detail: Beim Besuch der weltgrößten Luftfahrtausstellung in Oshkosh, einer Stadt in Wisconsin (USA), absolvierte die Crew im August ihren ersten transatlantischen Flug. Die Reiseroute führte sie über Island, Grönland, Nordkanada an die Ostküste der Vereinigten Staaten. Der Rückflug ging über die gleiche Strecke zurück. „Aber vorher erkundeten die Piloten noch die Bahamas“, erzählt Siebert mit einem Schmunzeln. Ende des Monats landete die „Donauwörth“ dann mit 90 Flugstunden mehr wieder in Genderkingen.

Überhaupt sind sie alle an Technik interessiert, die Flugsportler. Das beweist ihre Freundschaft mit dem Motorsportclub Neuburg. Der zeigte auf der Startbahn ein Vergleichsrennen zwischen drei Tourenwagen, einem Schaltkart und einem modernen Elektro-Formelfahrzeug. Gewonnen haben, wie erwartet, die Benziner. In der Beschleunigung hat der mit Strom betriebene Renner jedoch klare Vorteile. Diese Vorführung präsentierte den technischen Fortschritt auf diesem Gebiet. „Wir arbeiten mit der Technischen Hochschule Ingolstadt zusammen“, berichtete der Zweite Vorsitzende Manfred Neumaier. Ziel sei es, die Entwicklung der Elektrofahrzeuge zu forcieren.

Im Gegensatz zu den lauten Rennautos steht die geräuscharme Drohne von Frank Felten. Sie wiegt weniger als fünf Kilogramm und lässt sich per Knopfdruck in der Luft parken. Im stabilen Schwebeflug kann sie Fotoaufnahmen machen.

Zwar war es durch das große Rahmenprogramm am Flugplatz noch laut. Ihrem Ziel, den Geräuschpegel zu reduzieren, sind die Motorflugsportler um Vorsitzenden Matthias Obermayer in den vergangenen Jahren aber nähergekommen. Geflogen wird auch künftig nur dann, wenn es die Sichtflugregeln zulassen.

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