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21.09.2017

Donauwörther Ärztin: Auf Warnsignale der Gelenke achten

Arthrose – eine schmerzhafte Erkrankung.
Bild: Fotolia

Gesundheit Arthrose betrifft jeden zweiten Deutschen. Was bei einer Erkrankung zu beachten ist

Donauwörth Arthrose – das Wort steht mit Schmerz in Zusammenhang. Verbunden wird damit meist eine Krankheit, die ältere Menschen bekommen. Was aber hat es tatsächlich mit dieser Krankheit auf sich? Und bekommen sie wirklich nur ältere Menschen? Dr. Susann Borgwardt, Fachärztin für Unfallchirurgie und Orthopädie im Maximilium in Donauwörth, kann viel darüber berichten. Eine Arthrose ist der Verschleiß der Gelenke und der Gelenkflüssigkeit. Oft ist es tatsächlich eine Alterserscheinung.

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Eine Arthrose komme nicht plötzlich, sondern schleichend. Und: Sie macht sich nicht immer durch Schmerzen bemerkbar. Man kann bereits betroffen sein, merkt es aber beispielsweise erst nach einem Sturz, bei dem ein sogenanntes Trauma hervorgerufen wird.

Es gibt vier Stadien bei der Erkrankung: Im ersten Stadium fasert die Oberfläche des Knorpels auf. Im zweiten bilden sich oberflächliche Risse, gefolgt von tiefen Rissen im dritten Stadium und letztendlich das vierte Stadium, in dem von einer „Glatze“ gesprochen wird. Dabei liegt Knochen auf Knochen – und das ist mit jenen Schmerzen und Kraftverlust verbunden. Behandlungen können ganz unterschiedlich sein. Bei Rheuma ist die richtige Medikation enorm wichtig, um Destruktionen zu verhindern. Bei Entzündungen kann ebenfalls mit Medikamenten behandelt werden oder bei schwerwiegenden Entzündungen kann der Chirurg betroffene Stellen herausschneiden. Helfen kann außerdem Ergotherapie, Paraffinbäder oder örtliche Injektionen mit Kortison. Kortisoninjektionen sind laut Borgwardt sehr hilfreich und dürfen nicht mit den nebenwirkungsreichen Kortisontabletten verglichen werden, die Krankheiten auslösen können.

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Die Medizin macht offenkundig Fortschritte. Sogar das Transplantieren von Sehnen,einsetzen von Gelenkersatz aus Silikon, mit Lebensdauer von 17 Jahren und anschließendem leichten WechselsowieProthesen in unterschiedlichen Bereichen sind möglich.

Um einem schmerzhaften Verlauf vorzubeugen, empfiehlt die Fachärztin in Bewegung zu bleiben, ein ausgeglichenes Gewicht beizubehalten und auf passendes Schuhwerk zu achten. Besonders Klettern kann Überbelastungen in den Fingern verursachen, womit eine Arthrose in den Händen begünstigt wird. Wer sich beim Fußballspielen die Außenbänder verletzt, sollte darauf achten, diese vollkommen ausheilen zu lassen. Beim Inliner- und Skateboardfahren sollte immer darauf geachtet werden, Schützer zu tragen. Um Sehnenscheidenentzündungen zu entgehen, sind ergonomische Mousepads und Tastaturen hilfreich. In gelenkbelastenden Berufen sind ebenfalls Vorsichtsmaßnahmen zu bedenken, wie etwa Kniepolster bei Fliesenlegern. Außerdem sollte wenig Fleisch konsumiert und so selten wie möglich geröntgt werden. In Deutschland ist jeder Zweite von Arthrose oder Arthritis betroffen. Wer ein gutes Körpergefühl hat, kann das aber rechtzeitig bemerken und einen Arzt zurate ziehen. Die ersten Anzeichen sind Schwellungen, weiche Knorpel und Schmerzen bei Belastungen. Viele merken es beim Wechsel der Jahreszeiten, zum Beispiel beim Wechsel von Sommer auf Herbst.

Infoabend Morgen um 19 Uhr hält Dr. Susann Borgwardt einen Vortrag über Arthrose und Arthritis bei der Vhs Donauwörth im Spindeltal 5. Der Vortrag ist kostenlos (ohne Voranmeldung).

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