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16.03.2009

Donauwörther Störche haben es eilig

Donauwörth (mer) - "Ein früher Bruttermin ist für den Nachwuchs die beste Voraussetzung für die Aufzucht", sagt der Donauwörther Horstbetreuer Norbert Sahliger. Dementsprechend gut stehen demnach die Chancen des Storchenpaares, das auf dem Internat Heilig-Kreuz brütet. Dort wurde nämlich laut Sahliger in der Nacht von Freitag auf Samstag das erste in Bayern gemeldete Ei in dieser Brutsaison gelegt.

Im Vergleich zum Vorjahr war das Weibchen mit ihrem ersten Ei vier Tage später dran als im Vorjahr (10. März), aber immer noch 28 Tage früher als im ersten Brutjahr 1998 (11. April). Der diesjährige Legetermin ist identisch mit den aus dem Jahr 2002. Am Samstag wurde das Ei laut Sahliger zwar ganztägig bewacht, immer wieder begutachtet und gewendet aber noch nicht bebrütet. "Das ist für den weiteren Verlauf sehr von Vorteil, wenn erst nach dem zweiten oder dritten Ei mit dem Brüten begonnen wird, so haben mehrere Geschwister einen sehr eng beisammen liegenden Schlupftermin und aufgrund des gleichen Alters nahezu die gleichen Überlebenschancen", weiß der Horstbetreuer.

Fast den ganzen Samstag hielt das Männchen Nestwache, währenddessen das Weibchen ununterbrochen auf Nahrungssuche war, um seinen momentan extremen Nahrungsbedarf für die Eiproduktion zu decken. Die derzeitige Nahrungssituation ist aufgrund des hohen Wasserstands der Wörnitz ideal. "Die Störche brauchen gewissermaßen nur mit geöffneten Schnabel an der Wasserlinie entlang zu gehen und die vom steigenden Wasserspiegel flüchtenden Beutetiere springen ihnen praktisch von selbst in den Schnabel", meint Sahliger.

Allerdings sei dadurch auch ein bevorstehender Nahrungsengpass ab der zweiten Lebenswoche der Jungstörche zu erwarten, weil sich bis dahin auf den jetzt überschwemmten Gebieten keine ausreichende Nahrungskette mehr aufbauen werde, um den dann benötigten Nahrungsbedarf zu decken.

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