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Stadtentwicklung

17.08.2016

Donauwörths größte Baustelle

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7 Bilder
Auf der Fläche, wo die Raiffeisenbank ihre Unternehmenszentrale bauen will, ist ein Behelfparkplatz eingerichtet. Gegen Parkschein kann jedermann dort parken.

Das neue Bahnhofs-Quartier wächst, der Rohbau für das neue Einkaufszentrum steht – so wie die Liste der Geschäfte, die dort einziehen. Es wird aber noch viel mehr auf dem Areal passieren

Besten Blick auf Donauwörths wohl größte Baustelle hat derzeit das Ehepaar Hooke. Seit zwei Wochen wohnen sie im obersten Stockwerk des neu gebauten Mehrfamilienhauses vor dem Bahnhofs-Parkhaus. Aus Wilhelmshaven sind sie nach Donauwörth gezogen, um dem eigenen Sohn samt Enkelkindern näher zu sein. Hooke, der selbst Bauingenieur gewesen ist, genießt den Blick auf die Baustellen. „Das ist für mich besser als Fernsehen“, sagt der Rentner, der sich auch deshalb täglich auf seiner Dachterrasse aufhält.

Und er hat Aussicht auf das wachsende Nahversorgungszentrum, dessen zwei Ebenen und Formen bereits zu erahnen sind. Zwölf Meter wird es hoch werden, seit Mitte März ziehen rund 60 Bauarbeiter den Rohbau hoch.

„Wir sind absolut im Zeitplan, bis Ende Oktober wird der Rohbau fertig sein“, sagt Peter Pletschacher, Investor und Eigentümer aus Dasing. Im Container der Bauleitung steht er über die Baupläne gebeugt und erklärt, was bisher schon geschehen ist und noch ansteht. Nach den Abrissarbeiten, wurden rund 250 Betonpfeiler in das Erdreich gebohrt und gegossen. 15 Meter tief reichen sie in den Untergrund, um das Bauwerk am Ende stabil zu tragen. Ab Oktober sollen die Fassadenarbeiten anlaufen, über den Winter geht es dann an den Innenausbau. Eröffnung ist für September 2017 geplant. Auf den insgesamt 7000 Quadratmetern Verkaufsfläche wird den größten Teil im ersten Geschoss ein neuer Edekamarkt einnehmen (2750 Quadratmeter). Vorgelagert ist ein Cafè Wünsche, von dessen Tischen man über eine Glasfront auf die Dillinger Straße blicken kann. Ebenfalls im ersten Stock wird die Bekleidungskette Takko einziehen. Für ein bekanntes Dekogeschäft laufen laut Pletschacher derzeit die letzen Vertragsverhandlungen. Das österreichische Sportgeschäft Harvest belegt 820 Quadratmeter, der Müller Markt 1250 Quadratmeter. Außerdem zieht MyShoes ein, ein Ableger von Deichmann.

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Wer dann mit vollem Einkaufswagen zu seinem Auto ins Erdgeschoss will, kann dies über eine Rollsteige tun – ein ebenmäßig verlaufendes Förderband. Dort gibt es nochmals einen Bäcker samt Café – Ihle wird dort eröffnen, eine Easy-Apotheke und ein Lotto-Geschäft.

Das Parkdeck umfasst 260 Stellplätze. „ Wir planen, dass die Kunden kostenlos parken können“, sagt Pletschacher. Eine Schranke wird vorerst nicht eingerichtet, kann aber nachgerüstet werden. „Wenn zu viele wild parken, werden wir das tun“, sagt er. Die Einfahrt ist entweder von der Dillinger Straße aus möglich oder von der Eduard-Rüber-Straße – diese wird ab Ende des Jahres von der Stadt neu gebaut. Sie führt vom Bahnhofsvorplatz bis zur Dillinger Straße und mündet dort gegenüber der Esso-Tankstelle ein.

Das Ehepaar Hooke blickt von seiner Terrasse aber auch auf einen Behelfsparkplatz. Die Stadt Donauwörth hat ihn eingerichtet und das Grundstück von der Raiffeisenbank angemietet. Bekanntermaßen will die Genossenschaftsbank mit ihrem Neubau der Unternehmenszentrale erst 2018 beginnen. Bis dahin kann man mit Parkschein seinen Wagen dort abstellen. Auch auf Bahnhofsseite werden demnächst die Bauarbeiten beginnen – die Stadt wird noch in diesem Sommer mit der Erweiterung des Parkhauses beginnen. Der größere Anbau auf der Westseite wird 2017 folgen.

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17.08.2016

Genug Stellplätze für das Nahversorgungszentrum?

Mindestens 9 Geschäfte werden hier entstehen. Für EDEKA, Harvest und MÜLLER sind mindestens 222 Stellplätze notwendig. Bleiben 38 Stellplätze, welche sich 6 weitere Geschäfte teilen müssen. Das kann nach der Donauwörther Stellplatzordnung nicht gehen! Da müssten einige diese nicht vorhandenen Stellplätze gegen Geld ablösen. Aber vielleicht wird die Stellplatzverordnung wieder nur "großzügig ausgelegt", wie es beim NORMA-Bauantrag durch die Stadträte beschlossen wurde. Da fehlen auch 57 Stellplätze(sprich: 114000 Euro)...

Oder beweist mir einer der Volksvertreter das Gegenteil. Ich lasse mich gerne diesbezüglich aufklären.

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