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Tapfheim

04.12.2020

Dorferneuerung in zwei Ortsteilen: Langer Atem ist nötig

Zwei Ortsteile Tapfheims sollen in den kommenden Jahren aufgewertet werden. Mit dabei ist Oppertshofen (im Bild.
Bild: Bissinger

Plus Tendenz bei der Dorferneuerung für Brachstadt und Oppertshofen geht zu einer „umfassenden“ Maßnahme. Dann sind aber auch die Bürger gefragt.

Man könnte fast meinen, im Moment dreht sich in Tapfheim alles um die beiden Ortsteile Brachstadt und Oppertshofen. „Aber es sind Weichenstellungen vorzunehmen“, sagt Bürgermeister Karl Malz. Zu schnellen Verbesserungen der Infrastruktur in beiden Dörfern wird es allem Anschein nach aber nicht kommen. Dass die Kommune aber dem Programm zur Dorferneuerung beitreten will, wird immer klarer. Dann allerdings wird man einen langen Atem benötigen.

Oppertshofen und Brachstadt sollen in den nächsten Jahren aufgewertet werden. Dass sich in beiden Dörfern in den vergangenen 20 Jahren viel verändert hat, ist augenfällig. Es gibt Gebäudeleerstände und in der Landwirtschaft hat sich ein Strukturwandel vollzogen.

Große Variante hätte einen Nachteil für die Gemeinde Tapfheim

Mit im Boot sitzt das Amt für Ländliche Entwicklung in Krumbach. Das Zauberwort heißt „Dorferneuerung“. Es könnte den Zugang zu kräftigen finanziellen Förderungen bringen. Der Gemeinderat hat nun abzuwägen, ob er sich für eine sogenannte „kleine Dorferneuerung“ oder eine „umfassende“ entscheidet. Bei einer „kleinen Dorferneuerung“ könnten fünf bis sechs Maßnahmen umgesetzt werden, die staatlich gefördert werden.

Will man aber noch mehr, dann wäre die „umfassende Dorferneuerung“ das richtige Instrument. Der Haken dabei: In diesem Fall müsste man eine Teilnehmergemeinschaft gründen, die gemeinsam mit der Gemeinde Maßnahmen erarbeitet. Der Nachteil: Dafür ist eben ein längerer Atem notwendig.

Tapfheims Bürgermeister will Bereitschaft der Bevölkerung abklopfen

Im Bau- und Umweltausschuss war nun eine Tendenz erkennbar. Alles scheint auf eine „umfassende Dorferneuerung“ hinauszulaufen, weil man dadurch längerfristig die Möglichkeit habe, Mittel zu erhalten, erklärte Bürgermeister Malz. Zwei Projekte, so die Zusicherung, seien im Vorgriff förderfähig, wie die Behörde signalisierte.

Malz will nun klären, ob in den beiden Dörfern die Bereitschaft besteht, Verantwortung zu übernehmen. Denn es benötige, so Ausschussmitglied Dieter Keller (CSU), Menschen, die bereit seien, in einer Teilnehmergemeinschaft die Aufgaben zu schultern. Der Bürgermeister versprach, das Gespräch mit den Arbeitskreismitgliedern zu suchen, die in einem Workshop einige mögliche Maßnahmen bereits definiert hatten.

19.000 Euro für Querungshilfe in Brachstadt

Zu den vorgezogenen Vorhaben könnte eine Sanierungsmaßnahme in der Prinz-Eugen-Straße in Brachstadt gehören, aber auch eine neue Querungshilfe im Zuge des Ausbaus der Ortsdurchfahrt in Brachstadt im kommenden Jahr. Es handelt sich dabei um eine staatliche Maßnahme, doch die Querungshilfe müsste die Kommune allein finanzieren. Ihre Kosten: mindestens rund 19.000 Euro. Das wiederum hängt, wie der Bürgermeister ausführte, davon ab, wo die Busbucht platziert werden soll.

Wenig Chance für eine Mittelinsel besteht wohl am Ortseingang (wie sich aus der Diskussion ableiten lässt), wo der Gemeinderat es gerne sähe, wenn die Autofahrer zu einer Reduzierung ihrer Geschwindigkeit veranlasst würden. Dazu war eine Mittelinsel angedacht. Sie würde allerdings 107.000 Euro kosten. Die Maßnahme würde weder vom Staatlichen Bauamt wie von der Städtebauförderung bezuschusst werden. Bürgermeister Malz schlug vor, eine elektronische Geschwindigkeitsanzeige zu installieren, um die Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen, ihre Geschwindigkeit anzupassen.

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