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Landkreis Donau-Ries

12.11.2018

Drängler bekommt Geldstrafe

Bild: Steffen/ dpa

Vorfall bei Riedlingen. Der Angeklagter ist bereits schwer vorbestraft.

Ein wegen schwerer Verbrechen mehrfach vorbestrafter Mann hat sich an der Anschlussstelle zur B16 bei Riedlingen dazu hinreißen lassen, einen anderen Verkehrsteilnehmer zu nötigen und zu beleidigen. Zu diesem Schluss ist das Amtsgericht Nördlingen in einem Prozess gegen den 66-Jährigen gekommen.

Der Vorfall ereignete sich Ende April. Dort war ein Ehepaar aus dem südlichen Donau-Ries-Kreis mittags im Bereich der Anschlussstelle mit seinem Fahrzeug unterwegs. Der 66-Jährige sei beim Einfädeln mit seinem Transporter so dicht aufgefahren, dass er nicht mehr dessen Kennzeichen lesen habe können. Der 66-Jährige habe zudem die Lichthupe betätigt und ihm den Mittelfinger gezeigt. Dann habe er überholt und vor ihm scharf gebremst. Der Mann erklärte, er habe gerade noch einen Auffahrunfall vermeiden können.

Vor Gericht erklärte der Angeklagte, der aus Württemberg stammt, die Vorwürfe seien komplett falsch. Vielmehr habe der Autofahrer aus Nordschwaben so knapp vor ihm eingeschert, dass er bis zum Stillstand habe abbremsen müssen. Deshalb habe er auch die Lichthupe betätigt und eine keinesfalls beleidigende Handbewegung gemacht – mehr nicht. Die Frau des im südlichen Landkreises wohnhaften Mannes bestätigte jedoch dessen Version.

So stand in der Verhandlung Aussage gegen Aussage. Richter Gerhard Schamann hielt die Ausführungen des Ehepaars für glaubhaft und verurteilte den Kurierfahrer zu einer Geldstrafe von 4000 Euro (100 Tagessätze) und verhängte ein dreimonatiges Fahrverbot. Die Staatsanwältin hatte 140 Tagessätze und vier Monate Fahrverbot gefordert, der Verteidiger plädierte auf Freispruch. Bemerkenswert ist das Vorstrafenregister des 66-Jährigen. Er hatte wegen einer Reihe von Raubüberfällen auf Banken und Supermärkte viele Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht. 1984 war er zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden, 1988 zu achteinhalb Jahren und 2003 zu sieben Jahren. 2012 kam der Württemberger wieder auf freien Fuß, nachdem er sich auch noch zwei Jahre in Sicherungsverwahrung befunden hatte.

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