Newsticker

Zahl der Neuinfektionen in Italien stabilisiert sich - mehr als 100.000 bestätigte Fälle in New York
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Dramatischer Unfall mit Kindern in Gärtnerei

Tapfheim-Erlingshofen

07.04.2014

Dramatischer Unfall mit Kindern in Gärtnerei

Symbolbild.
Bild: Widemann

Sieben- und Achtjähriger in werden von schließenem Fenster eingeklemmt.

In eine missliche Lage gebracht haben sich zwei Buben, die wohl aus Neugier heimlich eine Gärtnerei in Erlingshofen „besucht“ haben. Durch unglückliche Umstände wurden die Schüler von einem sich elektrisch schließenden Fenster des Gewächshauses eingeklemmt – was einen größeren Rettungseinsatz zur Folge hatte.

Wie die Polizei berichtet, passierte der ungewöhnliche Unfall bereits am Freitagabend. Die beiden Buben waren am späten Nachmittag über den Zaun geklettert, um auf das Betriebsgelände zu gelangen. Dort erregte anscheinend ein großes Gewächshaus das Interesse der Kinder. Die wollten nach eigenen Angaben nur einen Blick in das Gebäude auf die dortigen Blumen werfen.

Dies geschah jedoch zu einem ungünstigen Zeitpunkt. In diesem Moment schloss der Eigentümer die Seitenfenster. Normalerweise bewegen sich diese witterungsabhängig automatisch, um die Belüftung des Gewächshauses zu regeln. Zum Feierabend – der Betrieb war schon etwa eine halbe Stunde geschlossen – erledigte dies der 56-Jährige selbst.

Dramatischer Unfall mit Kindern in Gärtnerei

„Die Fenster klappten von oben runter“, erklärt Magnus Kastenhofer, Pressesprecher der Polizeiinspektion Donauwörth. Genau zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Buben dort – und wurden wie in einer Mausefalle mit dem Kopf beziehungsweise dem Oberkörper eingeklemmt.

Beim Verlassen des Betriebs bemerkt

Als der Gärtner das Gebäude verließ, erblickte er die Kinder und erschrak mächtig. Er öffnete die Fenster sofort wieder und befreite die Schüler. „Der ganze Ablauf war so kurz hintereinander, dass die Kinder sich selbst noch gar nicht bemerkbar machen konnten“, so Kastenhofer.

Der 56-Jährige verständigte den Rettungsdienst. Der Achtjährige wurde mit einem Hubschrauber, der Siebenjährige mit einem Sanka ins Zentralklinikum nach Augsburg gebracht. Dort erwiesen sich die Verletzungen glücklicherweise als nicht so schwerwiegend. Die Ärzte stellten lediglich Prellungen im Hals- und Brustbereich fest. Die Opfer konnten das Krankenhaus noch am Abend wieder verlassen. Die Polizei spricht von einem „für alle aufregenden Ablauf mit gutem Ende“. (wwi/dz)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren