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19.07.2010

Dreifacher Grund zum Feiern

Ehrung von zwei besonders verdienten Helfern aus Donauwörth: (von links) Dr. Fritz-Helge Voß, Christoph Schedl und Bernadette Schedl.
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Ehrung von zwei besonders verdienten Helfern aus Donauwörth: (von links) Dr. Fritz-Helge Voß, Christoph Schedl und Bernadette Schedl.

Donauwörth Nicht nur einen Grund zum Feiern gab es beim Ortsverband (OV) Donauwörth der Bundesanstalt Technisches Hilfswerks (THW): Einem Helfer und einer Helferin aus Donauwörth wurde eine Ehrung verliehen, das neue, durch Spenden finanzierte Einsatz-Gerüst-System konnte seiner Bestimmung übergeben werden und die neu erhaltene Ausrüstung der vergangenen Monate konnte präsentiert und begutachtet werden. Dazu konnte der THW-Ortsbeauftragte Georg Rödl zahlreiche Gäste begrüßen.

Als erster Punkt stand die Helferehrung auf der Tagesordnung der Feierstunde. Christoph Schedl, Fachberater im OV Donauwörth, erhielt für sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement bei der Entwicklung, Erprobung und der Produktion von über 40 Messstationen des mobilen Hochwasserpegel-Messsystems und für seine weiteren Verdienste um die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk das Ehrenzeichen in Bronze durch den stellvertretenden Landesbeauftragten Dr. Fritz-Helge Voß verliehen. Hierbei handelt es sich um die dritthöchste Auszeichnung im THW, welche pro Jahr höchstens 180 Mal an Mitglieder des Technischen Hilfswerks verliehen wird.

Besonders engagiert

Die zweite Auszeichnung erhielt Bernadette Schedl, Helferin in der Fachgruppe Wassergefahren und Ehefrau von Christoph Schedl. Sie würde für ihr besonderes Engagement im THW und ihre stetige Einsatzbereitschaft durch Dr. Voß mit dem Helferzeichen in Gold ausgezeichnet.

Dreifacher Grund zum Feiern

Im Anschluss an die Ehrungen fand die Übergabe der Spenden für das neue Einsatz-Gerüst-System an die Ortsvereinigung der Helfer und Förderer des Technischen Hilfswerks Donauwörth und direkt darauf die offizielle Übergabe dieses Gerüst-Systems vom Förderverein an die Bundesanstalt THW statt. Beim Einsatz-Gerüst-System, kurz EGS genannt, handelt es sich um ein modulares Gerüstsystem, mit dem eine Vielzahl von Aufgaben erledigt werden kann. Mit den Bauteilen ist es zum Beispiel möglich, Wand- und Deckenabstützungen, freitragende Stege und Hochwasserlaufstege oder Desinfektionsschleusen zu konstruieren. Florian Schwegler, Gruppenführer der Bergungsgruppe, war hierfür auf einem Lehrgang an der THW-Bundesschule und fungiert in Zukunft als Bereichsausbilder für die elf THW-Ortsverbände im Geschäftsführerbereich Ingolstadt.

Das System konnte durch großzügige Spenden der Stiftung der Sparkasse Donauwörth und der Bürgerstiftung Raiffeisen-Volksbank Donauwörth und Rain an den THW-Förderverein Donauwörth finanziert werden. Die Spenden wurden im Rahmen der Feierstunde durch den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Donauwörth, Johann Natzer und den Prokurist und Marktbereichsleiter der Raiffeisen-Volksbank Donauwörth, Johann Haslinger, an den Vorsitzenden des Fördervereins, Anton Stegmüller, übergeben.

Extrem flexibel einsetzbar

Zum Ende des offiziellen Teils fand im Hof der THW-Unterkunft die Präsentation der neuen Ausstattung statt, welche der Ortsverband in den vergangenen Monaten erhalten hat. Den ersten großen Blickfang stellte sicherlich der neue Mehrzweckkraftwagen (MzKW) dar, welcher in einer aus dem neuen Einsatz-Gerüst-System konstruierten Desinfektionsschleuse platziert wurde. Beim Mehrzweckkraftwagen handelt es sich um einen geländegängigen Lkw mit Doppelkabine, Planenaufbau und Ladebordwand. Der MzKW ist das Einsatzfahrzeug der zweiten Bergungsgruppe und extrem flexibel einsetzbar.

Außerdem wurden noch drei weitere neue Einsatzfahrzeuge präsentiert: zwei Mannschaftstransportwagen (MTW) und ein Lkw mit Ladekran. Weitere Ausstattung, die von Helfern des Ortsverbands vorgestellt wurde, war unter anderem ein neuer Presslufthammer, das Echolotsystem der Fachgruppe Wassergefahren, welches zur Untersuchung von Gewässern genutzt werden kann, Hebesäcke der Taucher-Gruppe und das Tachymeter, ein höchst genaues Vermessungsinstrument des mobilen Hochwasserpegel-Messtrupps.

Im Anschluss an die Präsentation der Ausstattung ließen die Besucher und Helfer des Ortsverbands die Veranstaltung mit einem Abendessen aus der THW-Küche und allerlei Fachgesprächen gemütlich ausklingen. (DZ)

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