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06.07.2010

Dschungel-Trommeln im Burghof

Eine prächtige Kulisse war wieder der Burghof für die inzwischen siebte "Harburger Serenade". Knapp 500 zahlende Besucher erlebten den Event mit den Stadtkapellen aus Nördlingen, Harburg und Donauwörth mit. Die über 130 Musiker/innen spielten zugunsten der Kartei der Not der Heimatzeitung.
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Eine prächtige Kulisse war wieder der Burghof für die inzwischen siebte "Harburger Serenade". Knapp 500 zahlende Besucher erlebten den Event mit den Stadtkapellen aus Nördlingen, Harburg und Donauwörth mit. Die über 130 Musiker/innen spielten zugunsten der Kartei der Not der Heimatzeitung.

Harburg Zur Harburger Serenade, zu der sich in alter Verbundenheit wieder die drei Stadtkapellen aus Donauwörth, Harburg und Nördlingen trafen, hatten sich auch sehr viele Zuhörer eingefunden, welche die Darbietungen der rund 130 Musiker und Musikerinnen stets mit viel Beifall aufnahmen. Carl Teike (1864 bis 1922), auch als deutscher Marschkönig bekannt, schuf während seiner Potsdamer Zeit (1885 bis 1907) neben anderen Kompositionen den Konzertmarsch "Graf Zeppelin". Geleitet vom Donauwörther Stadtkapellmeister Walter Pfeifer stand er als gemeinsamer Auftakt der drei Ensembles am Beginn des gut eineinhalbstündigen Konzertes. Giuseppe Verdis (1813 bis 1901) Oper "Aida" war eigentlich zur Eröffnung des Suezkanals bestimmt. Die Vorliebe des Komponisten für prunkvolle Szenen kommt in "Aida" voll zur Wirkung. Beim "Triumphmarsch" aus diesem Werk, den die Stadtkapelle Nördlingen mit ihrem Leiter Christoph Keßler inszenierte, wurde dies sehr deutlich. In ein anderes Fahrwasser leitete die Stadtkapelle Donauwörth, die sich für "Pirates of the Caribbean" entschieden hatte. Dieses Werk von Klaus Badelt enthielt zahlreiche Einzelpassagen verschiedener Instrumente.

Von Hans Brenner und Stefan Sisulak (Fotos)

Eigenwilliger Komponist

Kees Vlak, bekannt für seine mitunter recht eigenwilligen Kompositionen, verband in seiner "Celebration Overtüre" Traditionelles und Modernes. Dafür engagierte sich die Stadtkapelle Harburg, Leitung Franz Fischer. Passagen einzelner Instrumente fielen auch hier wieder angenehm auf.

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"Original Dixieland Concerto" (John Warrington) hieß es bei den Nördlingern, die ihrer sechsköpfigen Band freien Lauf ließen. Unterstützung gab es zeitweise vom übrigen Orchester, wobei sich der Schlagzeuger in Hochform befand. Den meisten Blasmusikliebhabern ist Peter Schad und seine Schwäbischen Dorfmusikanten ein Begriff. Deutlich seine Handschrift als Arrangeur trägt auch die englische Volksweise "Grandfather's Clock". Die gelungenen Solopartien fürs Pikkolo wurden von Anna Maiershofer und am Tenorhorn von Katrin Ziegler von der Stadtkapelle Donauwörth ausgeführt.

Rudi Fischers schwungvoller Konzertmarsch "Die Sonne geht auf", den die Stadtkapelle Harburg ausgewählt hatte, bestach vor allem durch die ansprechenden Basssoli und das klangvolle Trio. Gemäß dem Titel "The Lion Sleeps tonigth" (arr. Simon Felder), den sich die Stadtkapelle Donauwörth vornahm, durfte es sicher "aus dem Dschungel tönt die Trommel" heißen, so Georg Schmids Originalton. Es war aber der Burghof, wo Stefano Messina seine Djembe präsentierte und sich zu Pierre Schmitt mit dem gleichen Instrument gesellte. Ein Übriges taten die Flötistinnen Anna Maiershofer und Veronika Seilz, bevor das ganze Orchester einsetzte.

Konzertantes Werk

Das große Tongemälde "Moment for Morricone" (arr. Johan de Meij) zur Erinnerung an Ennio Morricone stellte die Stadtkapelle Nördlingen vor. Als letztes Stück holten die Harburger "Cantabile for Winds" (Bob Aret) aus ihrem Repertoire, ein konzertantes Werk, das vor allem durch die gegeneinander abgesetzten Passagen von hohen und tiefen Instrumenten beeindruckte.

Der Abschluss aller drei Kapellen hieß: "Wir Musikanten" eine Polka von Kurt Gäble, - der Titel hätte der gemeinsamen Sache wegen nicht besser sein können - und der sehr selten gehörte Marsch "Zum Städtele hinaus".

Hymne an die Freundschaft

Den endgültigen Schlussakkord bildete die "Hymne an die Freundschaft" wobei auch das Publikum mitsingen durfte. Aufgrund des großen und anhaltenden Beifalls wurde eine Zugabe gewährt.

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