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Bäumenheim-Hamlar

11.04.2015

ESG Kräuter ist gerettet

Für die insolvente Firma ESG Kräuter in Hamlar hat sich ein Investor gefunden.

Für die insolvente Firma ist ein Investor gefunden: die Fuchs-Unternehmensgruppe aus Niedersachsen. Was diese Übernahme für die 40 Festangestellten in Hamlar bedeutet

von Manuel Wenzel

Der Fortbestand der Firma ESG Kräuter, die kurz vor Weihnachten Insolvenz angemeldet hatte, ist gesichert. Die Unternehmensgruppe Fuchs, die ihren Hauptsitz in Niedersachsen hat (siehe Infokasten), übernimmt den Küchenkräuterhersteller aus Hamlar. Das wurde gestern bekannt. Insolvenzverwalter Christian Plail von der Kanzlei Schneider, Geiwitz & Partner aus Augsburg ist mit dieser Lösung sehr zufrieden, können doch alle der 40 Festangestellten ihren Arbeitsplatz behalten. Die Mitarbeiter von ESG Kräuter wurden bereits über den Verkauf informiert.

Man habe seit Januar einen intensiven Investorenprozess geführt, berichtet Plail. Schließlich habe man mit Fuchs einen Vertragspartner gefunden, „der sich unter anderem für einen dauerhaften Bestand des Unternehmensstandortes ausgesprochen hat“. Dies bekräftigt Nils Meyer-Pries, Vorsitzender Geschäftsführer von Fuchs: „Diese Übernahme schafft für alle Mitarbeiter des Unternehmens eine Zukunftsperspektive.“ Neben den 40 fest Beschäftigten sind bei ESG Kräuter auch bis zu 60 Saisonarbeiter tätig.

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Wie Kanzleisprecher Alexander Görbing auf Nachfrage unserer Zeitung sagt, sei es eher ungewöhnlich, dass ein insolventer Betrieb praktisch unverändert übergeben werden kann. „Das klappt nur, wenn wirklich alle an einem Strang ziehen.“ Das habe insbesondere für Firmengründer Erhard Schiele gegolten, der laut Görbing den Prozess sehr positiv begleitet hat. Schiele werde ESG Kräuter auch weiterhin erhalten bleiben, so der Kanzleisprecher, der auf die künftige Funktion des bisherigen Geschäftsführers allerdings nicht näher einging.

Erhard Schiele musste im Dezember beim Amtsgericht Nördlingen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen, weil mehrere seiner Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen waren. In den vergangenen Monaten sei der Betrieb in Hamlar aber ohne Einschränkungen weitergelaufen, sagt Görbing. Gerade das sei die Kunst bei einem Insolvenzverfahren. „Es ist wichtig, dass Kunden wie Lieferanten bei der Stange bleiben.“

Die endgültige Einigung mit Fuchs habe man am Freitag erzielt, aus juristischen Gründen habe sich der Abschluss verzögert. Ganz offiziell wird das Verfahren erst Ende April abgeschlossen sein, wenn die sogenannte Betriebsübergabe durch den Insolvenzverwalter an den neuen Besitzer erfolgt.

Biogas-Anlage ist nicht Bestandteil des Vertrags

Wie Görbing weiter mitteilt, sei die Biogas-Anlage – sie gehört ebenfalls zur Firma ESG Kräuter – kein Bestandteil des Vertrags. Dafür werde ein anderer Investor gesucht.

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