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02.09.2019

Ehrenkreisbrandrat Meyr gestorben

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Bernhard Meyr war 24 Jahre Kreisbrandrat im Landkreis Donau-Ries. Der 67-Jährige aus Wemding starb überraschend am vergangenen Freitag. 
Bild: Archiv

Mit 67 Jahren stirbt der beliebte ehemalige Kreisbrandrat völlig überraschend.

Völlig überraschend ist der ehemalige Kreisbrandrat Bernhard Meyr am vergangenen Freitag gestorben. 24 Jahre hatte der Wemdinger die Feuerwehren im Kreis geführt. 2013 hatte er an Rudolf Mieling übergeben und war selbst zum Ehrenkreisbrandrat ernannt worden. Meyr starb jetzt im Alter von 67 Jahren nach einem medizinischen Eingriff. Er hinterlässt seine Frau Theresia und vier gemeinsame Söhne.

Diese Nachricht berührte tausende Feuerwehrler und viele mehr

Es ist eine Nachricht, die sämtliche Einsatzkräfte im Landkreis berührt und mit Trauer erfüllt. Denn Bernhard Meyr war ein überaus geschätzter und verehrter Kamerad, der sein Leben der Feuerwehr gewidmet hatte. Er selbst sagte bei seinem Abschied als Kreisbrandrat 2013: „Der Feuerwehrdienst ist meine innerste Leidenschaft und von christlichem Verantwortungsbewusstsein getragen.“ Seine ausgeprägte Führungsqualität und seine Überzeugung und Freude am Dienst prägten sein Handeln. Mit seiner ausgleichenden Art war er äußerst beliebt.

Die Feuerwehr war ihm zu einer zweiten Familie geworden. Zu seinem Abschied 2013 hatte die Stadtkapelle Harburg eigens in wochenlanger Probe einen großen Zapfenstreich einstudiert. Als Dank war Meyr 2014 Schirmherr des großen Jubiläums der Feuerwehr Wemding zum 150-Jährigen Bestehen gewesen.

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2013: Landrat Stefan Rößle (links) und Kreisbrandrat Rudolf Mieling (rechts) ernannten Meyr (Mitte) zum Ehrenkreisbrandrat.
Bild: Jim Benninger

Meyr, geboren 1951 in Wemding, war 51 Jahre Mitglied der Feuerwehr. Bereits mit 17 Jahren trat er in die Feuerwehr Wemding ein und fungierte von 1979 bis 84 als stellvertretender Kommandant. Er wirkte als Schiedsrichter, Kreisbrandmeister, Kreisbrandinspektor und übte von 1989 bis 2013 das Amt des Kreisbrandrates aus. Diese Aufgabe forderte viel Zeit, Sicherheit bei wichtigen Entscheidungen und Routine.

Bevor Meyr das Amt des Kreisbrandrates übernommen hat, hatte er sich auch in anderen Positionen ehrenamtlich eingebracht. Er war unter anderem als Jungkolpingführer in Wemding, Dekanatsjugendleiter, Diözesanjungkolpingführer, Vorsitzender der Kolpingfamilie Wemding aktiv. Auch politisch interessierte er sich für die Belange seiner Heimatstadt und war zwölf Jahre Stadtrat, später sogar von 1984 bis 1990 zweiter Bürgermeister. Wemdings Bürgermeister Martin Drexler würdigte Meyrs Engagement mit dem Bürgerbrief der Stadt. Auch in der Kirche war der 67-Jährige lange Zeit aktiv. Er war Pfarrgemeinderat, Lektor und Kantor. 1997 wurde Meyr für sein ehrenamtliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Gedenkgottesdienst in Wemding

Beruflich führte der Elektromeister Meyr zusammen mit seiner Frau und seinem Bruder Ludwig einen Installationsbetrieb in Wemding. Acht Mitarbeiter sind in dem Familienbetrieb beschäftigt.

Am Mittwoch, 4. September, werden sich seine Familie, Freunde, Bekannten und Kameraden um 14 Uhr in der Stadtpfarrkirche Wemding von Meyr verabschieden. Schon bei seinem Abschied 2013 sagte sein nachfolger Rudolf Mieling: „Es fällt uns nicht leicht, dich gehen zu lassen.“ Das wird wohl auch dieser Tage für sehr viele beim Gedanken an Meyr gelten.

Lesen Sie dazu auch das Portrait über Bernhard Meyr zum Abschied 2013:

Brenzlige Einsätze und viel Arbeit am Schreibtisch

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