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Neujahrsempfang

18.01.2019

Ehrungen für Monheimer Bürgersinn

Bringen christliche Elemente in die JVA Kaisheim: Erich Dippner und Brunhilde Leinfelder wurden für ihr Engagement bei der Emmaus-Bewegung geehrt.
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Bringen christliche Elemente in die JVA Kaisheim: Erich Dippner und Brunhilde Leinfelder wurden für ihr Engagement bei der Emmaus-Bewegung geehrt.

Monheim profitiert vom ehrenamtlichen Engagement. Vize-Landrat sieht Herausforderungen.

Menschen, die etwas Besonderes leisten und damit der Gemeinschaft dienen, standen diesmal im Mittelpunkt des traditionellen Monheimer Neujahrsempfangs. Bürgermeister Günther Pfefferer hatte dazu Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen Organisationen und Institutionen in die Stadthalle eingeladen, um deren Einsatz zu würdigen. Pfefferer sagte in feierlichem Rahmen: „Im abgelaufenen Jahr war es einmal mehr das Ehrenamt und das bürgerschaftliche Engagement, das unserem Stadtleben seinen Stempel aufgedrückt hat.“

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Das Stadtoberhaupt begrüßte eine ganze Reihe von Ehrengästen, ganz besonders aber Pater Michael Huber („ein original Monheimer Kind“). Huber war jüngst von Eichstätts Bischof Gregor Maria Hanke zum Generalvikar des Bistums ernannt worden. Damit werde er, so Pfefferer, ab September im Bistum Eichstätt oberster Vertreter des Bischofs sein.

Gesang der Gailachspatzen beliebt und gefragt

Während die Stadtkapellen-Formation „MusiMacherei“ für einen stimmungsvollen Rahmen sorgte, rückte Bürgermeister Pfefferer die Aufmerksamkeit auf die Gailachspatzen, die seit 60 Jahren das Monheimer Kulturleben bereicherten.

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Überall sei der Gesang der Gailachspatzen beliebt und gefragt. Das Stadtoberhaupt erinnerte an die Gründung 1956, als sich aus der Geselligkeit beim „Liederkranz“ die Gruppe gebildet hatte, aber auch an einzelne Höhepunkte in der Vergangenheit. „Gelebte Freundschaft und Verbundenheit zu Monheim“ symbolisieren die Gailachspatzen, wie Pfefferer anmerkte. Spontan gab die Sängergruppe eine Kostprobe ihres Könnens.

Medaille für Verdienste um die Bayerische Justiz

Brunhilde Leinfelder und Erich Dippner waren vom bayerischen Justizminister mit einer „Medaille für Verdienste um die Bayerische Justiz“ geehrt worden.

Dies nahm der Rathauschef zum Anlass, um ihnen auch die Anerkennung aus der Heimat auszusprechen und „für einen großartigen Einsatz“ zu danken. Leinfelder und Dippner gehören zu den Gründungsmitgliedern der Emmaus-Bewegung in der Justizvollzugsanstalt Kaisheim. Dort engagieren sie sich seit über 22 Jahren mindestens einmal pro Woche in der Gefängnisseelsorge. Mit Einkehrtagen, Glaubensgrundkursen, Besinnungsabenden und Begegnungswochen hätten sie, so der Bürgermeister neue Impulse gesetzt.

„Der Naturschutz ist nicht unerheblicher Bestandteil des Umweltschutzes“, rief Pfefferer indes den Mitgliedern der Ortsgruppe Bund Naturschutz zu. „Sie engagieren sich für den Erhalt des Lebensraums bedrohter Tier- und Pflanzenarten in der Region“, erklärte er. 2012 gegründet, zählt die Ortsgruppe 140 Mitglieder. Besonders schützenswerten Biotopen gelte ihre Aufmerksamkeit, wie Streuobstwiesen, artenreiche Hecken in der Flur und Feuchtwiesen. Auch die Rettung der letzten Bachmuschelbestände in der Ussel sei der Gruppe ein großes Anliegen.

Karatesportler, Triathleten und Schützen geehrt

In der Kategorie „Sportler des Jahres“ hob Pfefferer zunächst die Karateabteilung des TSV Monheim hervor. Obwohl erst wenige Jahre alt, sei die Sparte sehr erfolgreich. Ihre Athletinnen und Athleten, Schüler und Jugendliche seien gute Repräsentanten der Stadt. Besonders die Jugendarbeit sei vorbildlich. Pfefferer: „Der Karate-Sport ist eine große Bereicherung für die Sportstadt Monheim und bringt auch großes Ansehen deutschlandweit.“

Schöne sportliche Erfolge seien das „Sahnehäubchen“ für die Schützengesellschaft 1858 Monheim, die sich stark in das öffentliche Leben einbringe und ein harmonisches Miteinander pflege. Nicht zu Unrecht spreche man im Schützengau von der „Talentschmiede Monheim“. Große Erfolge durch zahlreiche Eigengewächse, „Schützenherz, was willst du mehr“, meinte der Bürgermeister.

Mit Carola und Theresa Wild bat der Bürgermeister zwei herausragende Athletinnen der Region auf die Bühne. Die Triathletinnen seien nicht nur äußerst erfolgreich. Ihnen sei es auch gelungen, diesen Sport als eine Kombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen interessant darzustellen.

Beide sind Mitglieder der LG Warching. Pfefferer würdigte Carola und Theresa Wild mit einem Geschenk (wie auch die anderen Geehrten) und wünschte für die Zukunft weiterhin „tolle Erfolge und Verletzungsfreiheit“.

Reinhold Bittner nennt große Herausforderungen für 2019

Vize-Landrat Reinhold Bittner sprach von „großen Herausforderungen“, die das neue Jahr wohl bringen werde. Europa müsse gegenüber Kräften, die dessen Einfluss schmälern wollen, gestärkt werden. Friede, Freiheit und wirtschaftlicher Aufschwung seien mit Europa verbunden.

Ausdrücklich warnte der Politiker davor, die Folgen eines wie auch immer gearteten Austritts Großbritanniens aus der europäischen Staatengemeinschaft auch für die Unternehmen in der Region zu unterschätzen.

Die Gäste wurden abschließend zu einem reichhaltigen italienischen Büfett eingeladen.

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