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Donauwörth-Schäfstall

03.05.2019

Ein Buch über den „Garten von Neffsend“

Astrid van der Laan-Märkisch stellt in ihrem Buch „Der Garten von Neffsend“ ihren Garten unterhalb der Dorfkirche von Schäfstall vor.
Bild: Helmut Bissinger

Wie sich eine Hobbygärtnerin aus Schäfstall ein Paradies geschaffen hat und was es mit der historischen Ortsbezeichnung Neffsend auf sich hat.

Ihr Name kommt einem nicht leicht über die Lippen. Und dann noch das: Sie wohnt in Neffsend. In jenem vergessenen Teil von Donauwörth, dessen Namen wohl selbst Historikern kein Begriff ist.

Astrid van der Laan-Märkisch hat sich mit ihrem Mann Fritz Märkisch in Donauwörth-Schäftstall bei der Sankt-Felizitas-Kirche ein Refugium geschaffen, dass sich wie ein Paradies anfühlt. Über dessen Entstehung hat die Hobbygärtnerin jetzt ein Buch mit dem Titel „Der Gartens von Neffsend“ veröffentlicht.

Neffsend liegt rund um die kleine Dorfkiche von Schäfstall. Früher soll es ein Zentrum der geistlichen Herrschaft gewesen sein. Unterhalb der Kirche ist die Familie Märkisch zu Hause. Sie haben sich über 20 Jahren das ehemalige Schulhaus im Ort erworben, samt dessen weitläufigem Areal. Schon die Lage des Hauses außerhalb von Schäfstall ist einzigartig.

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Blick auf das Donautal

Der Blick auf das Donautal, die Baggerseen entlang des Flusses, auf Felder, Wiesen und Wälder und natürlich die Dorfkirche wäre allein schon etwas für die Seele. Da ist aber auch noch der Garten, der diesem Blick einen besonderen Rahmen gibt.

Prächtig könnte man den Garten nennen. Er erfordert aber auch viel Arbeit und Pflege. Im Sommer muss sich Astrid van der Laan-Märkisch dran halten, um alles in Schuss zu halten. Sie ist froh, wenn es regnet, denn „es ist zu trocken“.

Über die Entstehung und Pflege ihres Gartens hat die ehemalige Pädagogin aus den Niederlanden nun ein Buch veröffentlicht. Es ist Dokumentation, aber gleichermaßen ein Bekenntnis zu ihrer neuen Heimat. Im Winter hat sie es etwas ruhiger. Die vergangenen vier Winter waren aber trotzdem arbeitsreich, denn die adrette Frau hat die dunklen Monate damit verbracht, ihr großes Fotoarchiv zu sichten und ein Buch zu schreiben.

Großformatige Fotografien

Entstanden ist eine Mischung aus einem Fachbuch und einem sogenannten Coffee Table Book, wie man sie besonders in England liebt. Ein Buch also mit großformatigen und mit aufwendigen Fotografien, jedoch verhältnismäßig wenig Text. Apropos England: Der Märkische Garten hat durchaus etwas von den Gärten in Cornwall im Vereinigten Königreich. So mancher andere Hobbygärtner wird in dem Buch Anregungen finden.

Die Autorin erklärt in ihrem Werk, wie sie gemeinsam mit ihrem Mann einen Teich plante, ein Gartenhaus im Fachwerkstil baute, ein Waldbeet anlegte und ihre Rosen- und Staudenbeete bepflanzt hat. Sie hat sich in ihrem Garten durchaus selbst verwirklicht, beispielsweise mit einem „Long Border“, einem langen Beet, der den Blick weitet. Dazwischen gibt es Hochbeete und zahlreiche Spielereien, die einem Garten erst Charakter geben.

Weide dazugekauft

Zum Areal um das Schulhaus haben die Eheleute vor zehn Jahren noch eine angrenzende Viehweide gekauft. Tulpen und Narzissen blühen in diesen Tagen besonders üppig. „Wir haben 60000 bis 70000 Blumenzwiebel in den Boden gegeben“, lacht Astrid van der Laan-Märkisch. Ihre Leidenschaft ist bei einem Rundgang durch den Garten und bei einem Spaziergang durch ihr Buch spürbar. Erschienen ist es übrigens im Eigenverlag. Erhältlich ist es im Buchladen Greno in der Reichsstraße in Donauwörth.

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