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19.03.2009

Ein Hubboden verändert die Wassertiefe

Donauwörth (sol) - Der Stadtrat der Großen Kreisstadt hat sich seine Entscheidung für eine Sanierung des Lehrschwimmbeckens im Spindeltal nicht leicht gemacht. Rund zwei Millionen Euro sollen für die Anlage bei der Mangoldschule in die Hand genommen werden. Nun musste sich der Stadtplanungsausschuss mit dem Vorschlag der Verwaltung auseinandersetzen, in das Becken einen Hubboden einzubauen, mit dem die Wassertiefe verändert werden kann: einmal kindgerecht für den Schwimmunterricht, dann wieder für Aktivitäten des Freizeitschwimmens. Nach intensiver Diskussion stimmte das Gremium mehrheitlich zu. Damit hofft man nun, dass die in den 1960er Jahren gebaute Anlage für die nächsten 25 Jahre allen Anforderungen gerecht wird.

OB Armin Neudert erinnerte daran, dass im September vergangenen Jahres die Ausführungsplanung für die Sanierung beschlossen worden war. Die Zuschussanträge wurden gestellt, die Zustimmung der Regierung zum vorzeitigen Baubeginn ist bereits eingetroffen.

Mit allen Beteiligten - Mangoldschule, Theaterverein - wurde die zeitliche Realisierung des Bauablaufes abgestimmt. Die Planung hat Wolfgang Obel vom gleichnamigen Architekturbüro in Donauwörth.

In der Detailplanung seien nun aber neue Punkte aufgekommen, sagte Stadtbaumeister Kay Wannick in der Sitzung. Und weil diese mit Mehrkosten verbunden sind, müsste das Stadtrats-Gremium darüber entscheiden. Wolfgang Obel erläuterte die insgesamt drei Vorschläge: Hubboden, Ausführung der Beckenoberfläche sowie Abriss oder Neuerstellung des Beckens.

Ein Hubboden verändert die Wassertiefe

Das bisherige 16 x 8 Meter große Lehrschwimmbecken hat eine Tiefe, die mit rund 1,20 bis 1,80 Meter ansteigt. Kleine Kinder können bei dieser Beckentiefe nicht stehen. Möglich wäre, das von den Richtlinien her vorgesehene Normprofil einzubauen, das im vorderen Bereich von 90 Zentimeter auf 1,10 Meter abfällt und danach steil bis 1,80 Meter. Dies würde bedeuten, dass bei normalem Badebetrieb im vorderen Bereich ein sehr flaches Becken vorhanden ist und verschiedene Aktivitäten - Aquajogging, Wassergymnastik - wegen der zu geringen Tiefe nicht möglich sind.

Stand der Technik sei es deshalb, so Wolfgang Obel, in einem Teilbereich des Beckens, etwa bis zur Hälfte, einen Hubboden einzubauen. Ein solcher lasse die Tiefe des Wassers stufenlos verändern. Kosten dafür rund 100 000 Euro. Diesen Boden müsse man sich als eine Art wasserdurchlässigen "Gitterrost" mit Seilbegrenzung vorstellen.

Unstrittig war unter den Ausschussmittgliedern, dass das Becken gefliest werden sollte.

Ob des schlechten Betonzustands des Beckens wäre ohnehin eine ziemlich aufwendige Sanierung erforderlich geworden. Weil aber nun ein Hubboden eingebaut werden soll, entschied man sich (bei einer Gegenstimme) das Becken gleich abzureißen und neu zu bauen. Das hat zudem den Vorteil, das verschiedene Planungsdetails besser angepasst werden können: Zu- und Ablauf, Öffnungen des Beckens, Vergrößerung des Beckenumgangs auf der Seite des Loibl-Gartens, Optimierung des Stufenzugangs. Mehrkosten gegenüber dem ursprünglichen Plan: rund 45 000 Euro.

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