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Donauwörth

02.02.2017

Ein Investor für das Tanzhaus

Das Donauwörther Tanzhaus steht seit rund vier Jahren fast komplett leer. Lange Zeit war unklar, was aus diesem markanten Gebäude im Herzen der Stadt werden soll. Jetzt steht die Stadt intensiv mit einem Investor im Gespräch.
Bild: Würmseher

Die Erwin Müller Group aus Wertingen hat dem Donauwörther Stadtrat ein Konzept vorgelegt. Beide Seiten zeigen sich sehr interessiert. Was inhaltlich passieren soll

Hinter dem Donauwörther Tanzhaus steht seit rund vier Jahren ein großes Fragezeichen. Einstmals repräsentativer Mittelpunkt im Herzen der Reichsstraße, ist das städtische Gebäude über die Jahre immer mehr vernachlässigt worden und in puncto Technik und Einrichtung noch immer auf dem Stand der 70er Jahre. Außerdem gilt die räumliche Aufteilung – vor allem in der Passage – als problematisch. Frühere Arztpraxen, Wohnungen, Restaurant und Archäologisches Museum sind nach und nach dort ausgezogen. Für kurze Zeit ist noch das Jugendzentrum dort beheimatet, wird aber ebenfalls bekanntlich eine neue Bleibe in der Zirgesheimer Straße bekommen. Einzig der Tanzhaussaal soll weiter regelmäßig für kulturelle Zwecke und Bälle genutzt werden – ist freilich ebenfalls optisch und infrastrukturell in die Jahre gekommen.

Doch jetzt kommt Leben in die Bemühungen, das Gebäude wieder sinnvollen Nutzungen zuzuführen. Seit einigen Wochen steht die Erwin Müller Real Estate GmbH, das Immobilienmanagement der Erwin Müller Group, mit Sitz in Wertingen in Verhandlungen mit der Stadt Donauwörth. Das Firmenimperium, das vor allem im Gastrobereich mit Wäsche und Artikeln aller Art international agiert, will als Investor auftreten, das Tanzhaus kaufen, grundlegend sanieren und neuen Nutzungen zuführen. Das Unternehmen hat bereits mehrere ähnlich gelagerte Projekte verwirklicht.

Beide Seiten nähern ihre Vorstellungen einander an

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Kurz nach Weihnachten hat der Stadtrat das Müller-Konzept für das Tanzhaus erstmals in nicht öffentlicher Sitzung diskutiert und ebenfalls Interesse signalisiert. Inzwischen sind, wie Florian Linder, Immobilienmanager der Erwin Müller Group auf Anfrage bestätigt, beide Seiten bemüht, ihre jeweiligen Vorstellungen einander anzunähern. Mehr möchte Linder zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht bekannt geben.

Oberbürgermeister Armin Neudert bestätigte ebenfalls, „dass wir in dieser Phase sehr intensive Verhandlungen mit der Erwin Müller Group führen.“ Nach jetzigem Stand der Dinge könne man dann im März das Konzept öffentlich vorstellen, das bis dahin wohldurchdacht und gut kalkuliert sein müsse. In inhaltlichen Details wollte der OB dem möglichen Investor nicht vorgreifen.

Wie aus informierten Kreisen verlautet, gehen die Beteiligten wohl davon aus, dass der Kaufvertrag in spätestens einem halben Jahr unter Dach und Fach ist. Danach würde der Umbau grob geschätzt eineinhalb Jahre Zeit in Anspruch nehmen.

Zum jetzigen Zeitpunkt geht es zunächst einmal um die Bedingungen, die die Stadt an den Verkauf knüpft. „Es gibt bestimmte Auflagen und die Stadt will sich auf jeden Fall ein Mitspracherecht vorbehalten“, heißt es. Das Konzept des möglichen Investors wird als hochwertig eingestuft. Demnach soll das Tanzhaus, wie es heißt, optisch wie auch in seiner Substanz grundlegend saniert und modernisiert werden. Der Brandschutz wird dabei ebenfalls ein wichtiges Thema sein. Insgesamt gesehen ist von beachtlichen Investitionen in Millionenhöhe die Rede.

Das Archäologische Museum wird nach dem Umbau keinen Platz mehr im Tanzhaus finden. Ebenso wird es kein Hotel geben – auch diese Möglichkeit war zwischendurch diskutiert worden. Die drei großen Überbegriffe sollen etwa heißen: Wohnen, Arbeiten, Feiern.

Der Saal soll etwas ganz Besonderes werden

Zentrale Lokation im Gebäude soll nach wie vor der Tanzhaussaal bleiben. Daran soll nicht gerüttelt werden, schließlich hat er als Veranstaltungsort für Donauwörth eine wichtige Bedeutung. Auch er soll grundlegend hergerichtet und aufgewertet werden, wie zu erfahren war.

Das bestätigte auch Oberbürgermeister Armin Neudert, der zudem verriet, dass es im „gesamten unteren Bereich, vor allem in der Passage einen attraktiven Mix geben wird“. 

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02.02.2017

Super dann kommt entlich wieder Leben in die Passage

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