1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Ein König will Bürgermeister in Rain werden

Rain

15.10.2019

Ein König will Bürgermeister in Rain werden

Bürgermeisterkandidat Daniel König (Dritter von links) und Ehefrau Marion Segnitzer-König mit (von links): Stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender Christian Martin, Landtagsabgeordneter Harald Güller (Augsburg), Unterbezirksvorsitzender Christoph Schmid und Landratskandidat Peter Moll.
Bild: Foto: Barbara Würmseher

Der SPD-Ortsverein spricht sich zu 100 Prozent für Daniel König aus. Was dessen wichtigste Themen sind

Ein König will Bürgermeister in Rain werden: Die SPD der Tillystadt hat ihren Kandidaten einstimmig nominiert. Alle 17 Wahlberechtigten sprachen sich dafür aus, den gebürtigen Niederbayern Daniel König (33) aus Landshut für den Posten des Rathauschefs ins Rennen zu schicken. Er will alles daran setzen, dass sich Rain, die drittgrößte Stadt im Donau-Ries-Kreis, als Wirtschaftsstandort und Lebensmittelpunkt von rund 9000 Menschen weiter selbstbewusst behauptet. Der Bänker und studierte Betriebswirtschaftler bringt beruflich „nicht die schlechtesten Voraussetzungen“ mit, wie er sagt, nämlich „Finanzverstand und Erfahrung in rechtlichen Belangen“. Privat hat Daniel König in seiner schwäbischen Wahlheimat gut Fuß gefasst. Mit Ehefrau und SPD-Stadträtin Marion-Segnitzer-König an seiner Seite und der gemeinsamen Tochter, ist der Familienvater hier angekommen. Was es aus seiner Sicht dazu braucht, Rain nach den 30 erfolgreichen Bürgermeister-Jahren des SPD-Genossen Gerhard Martin weiter gut auf Kurs zu halten, machte der frisch gekürte Kandidat an einigen wichtigen Kriterien fest.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Bildung „Wir wollen die bestmögliche Ausstattung unserer Schulen und Betreuungseinrichtungen. Wer an den Kindern und an der Bildung spart, spart falsch.“

Wachstum Um die Investitionen schultern zu können, gelte es, die Wirtschaftskraft zu stärken, also bestehende Unternehmen am Ort zu halten und als Stadt attraktiv für Neuansiedlungen zu sein. Verkehrsanbindung sei hier unter anderem eine gute Ausgangslage im Wettbewerb und damit der dreispurige Ausbau der B 16. „Deswegen müssen wir unsere Vertreter in Berlin immer hier wieder in die Pflicht nehmen. Diese Hartnäckigkeit verspreche ich.“

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Straßensanierung König versprach ebenso, anstehende Maßnahmen wie Sanierung der Ignaz- und Vinzenz-Lachner-Straße wie auch der Straße nach Sallach nach zügig anzugehen. „Zusätzlich brauchen wir ein sinniges Radwegekonzept.

Nachhaltigkeit Da will sich Daniel König genau informieren, wie die von der Stadt verpachteten Flächen derzeit genutzt werden. Und dann möchte er – bei der Neuvergabe von Flächen – diejenigen Pächter bevorzugen „die eine nachhaltige Nutzung der Flächen ohne Einsatz von Pestiziden garantieren“. Und etwas anderes ist für den Kandidaten selbstverständlich: „Bei den städtischen Gebäuden – wo es Sinn macht und wo es die städtebaulichen Vorschriften zulassen – muss eine PV-Anlage aufs Dach.“

Bezahlbares Wohnen „Eine Stadt, die weiter wachsen will, muss auch den Rahmen für attraktives und bezahlbares Wohnen schaffen“, sagt König. Dazu will er neue Baugebiete ausweisen und bezahlbare Mietobjekte schaffen, entweder über Bauträger oder indem die Stadt Rain selbst als Bauherr auftritt. „Mit mir als Bürgermeister wird die Stadt nicht vom Spielfeldrand aus zuschauen, sondern wenn es Sinn macht und notwendig ist, selbst agieren.“ Aber auch um Erhalt und Sanierung bestehender Gebäude geht es dem 33-Jährigen. Nach dem Beispiel der Frauenarztpraxis in Rain hat er vor, auch künftig – wenn möglich - Objekte, die auf den Markt kommen, als Stadt zu erwerben.

Lebendige Innenstadt „Wie schaffen wir es, von der Frequenz, die die Firma Dehner zieht, mehr in der Altstadt zu profitieren?“ – Auf Fragen wie diese will Daniel König Antworten finden. Dazu geht es ihm um Tagestourismus, weshalb er den Wohnmobilstalleplatz am Volksfestplatz attraktiver gestalten möchte. Alles in allem ist es bei diesem Thema sein Ziel, „dem Einzelhandel und der Gastronomie Rückenwind zu geben. Das führt zu weniger Leerständen und zu mehr Leben in der Innenstadt.“ Bei diesem schwierigen Thema habe sicher keiner ein Patentrezept, „aber es ist eben auch die Aufgabe des Ersten Bürgermeisters, die beste Idee – egal, von welcher Seite sie kommt – umzusetzen.

Veranstaltungen Um das kulturelle Leben Rains weiter auszubauen, kann sich der SPD-Kandidat vorstellen, den Polizeigarten dauerhaft für Open-Air-Veranstaltungen zu nutzen. Zudem stellt er sich vor, bei Ereignissen wie Stadtfest, Schlossweihnacht und so weiter Shuttlebusse zwischen der Kernstadt und den Ortsteilen einzurichten. „Unsere Politik muss auf alle unsere Stadtteile ausgerichtet sein.“

Generationen Daniel König will sich für einen hauptamtlichen Jugendpfleger stark machen und versprach: „Mit mir wird es auch ein Jugendzentrum geben.“ Es sei ihm klar, dass dessen Standort auf der eine Seite zentral sein müsse, auf der anderen auch verträglich für die Anwohner. „Daneben brauchen wir auch Angebote für die älteren Bürger Rains. Hier sollten wir die Zusammenarbeit beispielsweise mit den Kirchen weiter stärken.“

Bürgerbeteiligung Darauf will Daniel König stark setzen. „Eine lebendige Stadt lebt davon. Jedes Engagement ist ein wichtiger Bestandteil und verdient unsere Anerkennung Unterstützung.“

Bei der Nominierungsversammlung hatte Daniel König nicht nur den Ortsverein auf seiner Seite, er bekam auch unterstützende Worte  des Unterbezirksvorsitzenden Christoph Schmid, des Augsburger Landtagsabgeordneten Harald Güller, des SPD-Landratskandidaten Peter Moll und des Stadtrats Peter Senzel mit auf den Weg. König wird sich nun in den kommenden Wochen auf seiner Wahlkampf-Tour persönlich in den einzelnen Haushalten vorstellen.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren