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Europawahl

23.05.2014

Ein Kreuzchen macht wenig Arbeit

Nur ein Kreuzchen muss auf dem Stimmzettel zur Europawahl gemacht werden. 24 Parteien treten an.
Bild: Ralf Lienert

Für Sonntag zeichnet sich eine recht niedrige Beteiligung ab. Weniger Wahllokale

Mit der Europawahl endet am Sonntag auch in der Region die Serie von Wahlen seit September 2013. Nach Landtags-, Bundestags- und Kommunalwahl gilt es, ein weiteres Kreuzchen zu machen. Das Interesse für Europa hält sich bei den Wählern bekanntermaßen in Grenzen. Deshalb haben Vertreter verschiedener Parteien im Vorfeld versucht, gegen eine aufkommende Wahlmüdigkeit anzugehen. Bei der Europawahl 2009 lag die Beteiligung im Donau-Ries-Kreis bei 43 Prozent. Ob sie dieses Mal höher oder niedriger ist, lässt sich schwer vorhersagen. Tatsache ist, dass die Zahl der Briefwähler tendenziell zugenommen hat.

Bei den Kommunalwahlen im März wurden hier noch Rekordwerte von teilweise über 50 Prozent erreicht. In der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Rain haben bis gestern Mittag 1367 Bürger die Unterlagen angefordert, um vorab ihr Kreuzchen zu machen. Dies entspricht dem zuständigen Sachbearbeiter Adalbert Riehl zufolge einer Quote von 13,6 Prozent. Dies seien immerhin einige Prozent mehr als 2009.

Zu berücksichtigen sei zudem, dass jeder nur eine Stimme (24 Parteien stehen zur Auswahl) habe und die Wahl für das europäische Parlament deshalb lange nicht so kompliziert sei wie die für den Kreistag. „Ich denke, dass es wieder eine Beteiligung um die 40 Prozent geben wird“, wagt Riehl eine Prognose.

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Recht unterschiedlich ist das Interesse an der Briefwahl im Bereich der VG Monheim. Während in Buchdorf immerhin schon 193 von 1320 Wahlberechtigten davon Gebrauch machten, waren es bis gestern in Tagmersheim nur 55 von 798.

Egal, wie viele der ziemlich genau 100000 Wähler im Landkreis tatsächlich ihre Stimme für Europa abgeben – der Aufwand für die Städte und Gemeinden ist diesmal deutlich geringer. Gab es bei den Kommunalwahlen noch 319 Wahllokale im Donau-Ries-Kreis, so sind es dem Landratsamt zufolge am Sonntag lediglich 233. Es sei viel einfacher, die Stimmzettel auszuzählen, so Gabriele Hoidn, Sprecherin der Behörde.

Im Rainer Stadtteil Oberpeiching wurde erstmals kein Wahlbezirk mehr eingerichtet. Dort werden laut Adalbert Riehl so wenige Wähler erwartet (2009 waren es 52), dass das Wahlgeheimnis nicht mehr gewahrt sein könnte. Deshalb müssen die Oberpeichinger nun in Rain ihr Kreuzchen machen. In der Stadt Monheim gab es aus dem gleichen Grund bereits im März in Kölburg und Warching kein Wahllokal mehr. (wwi)

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