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Donauwörth

29.01.2019

Ein Nördlinger gewinnt den Kunstpreis Donauwörth

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5 Bilder
Der Nördlinger Künstler Helmut Ranftl (links) wurde gestern Abend für seine zweiteilige Arbeit „Grauzonen“ (Gemälde und Stele Bildmitte) mit dem Kunstpreis der Stadt Donauwörth in Zusammenarbeit mit dem BBK Schwaben ausgezeichnet. Bürgermeister Jörg Fischer (rechts) übernahm die Preisübergabe. 
Bild: Foto. Barbara Würmseher

Die 38. Große Nordschwäbische Kunstausstellung wurde am Dienstag Abend eröffnet. 52 Arbeiten sind zu sehen. Helmut Ranftl erhielt den Kunstpreis

Sie sind ein harmonisches Duett aus Farben und Formen, aus Eindruck und Ausdruck: die Große Nordschwäbische Kunstausstellung im Donauwörther Zeughaus und die gleichzeitige Verleihung des Donauwörther Kunstpreises. Alljährlich machen sie neugierig, lassen aufhorchen und lenken die Blicke auf zahlreiche Künstler – allesamt preisverdächtig.

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So auch gestern Abend wieder, als 52 von 125 eingereichten Arbeiten bei der Vernissage präsentiert wurden. 125 Werke, die die Jury laut Bürgermeister Jörg Fischer bei der Eröffnung „vor die Qual der Wahl“ gestellt haben. 52 Malereien, Grafiken, Fotografien, Emaillearbeiten, Keramiken oder Plastiken, die nun in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt sind. Bis zum Abend blieb es spannend, um welche Arbeiten es sich handelt. Und dann ging es ja auch um die Frage: Welcher der ausgewählten Künstler gewinnt den mit 1000 Euro dotierten Kunstpreis?

Die Auszeichnung bleibt heuer im Landkreis. Sie ging an den 66-jährigen gebürtigen Oberbayern Helmut Ranftl, der in Nördlingen eine seiner beiden Wahlheimaten gefunden hat. Die andere liegt am italienischen Lago Maggiore.

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Norbert Kiening, der BBK-Vorsitzende für Schwaben-Nord, würdigte in seiner Laudatio das prämierte Werk „Grauzonen, zweiteilig“ und dessen Schöpfer Helmut Ranftl. Zu sehen ist eine installative Arbeit: Ein Objekt – eine Stele – steht im Dialog mit einem Gemälde. Allein das mache die Arbeit schon außergewöhnlich, wie Kiening sagte, da es eher die Ausnahme sei, dass sich ein Künstler mit zwei unterschiedlichen Genres bewirbt.

Darüber hinaus aber ist auch die Wirkung der Installation sehr speziell. Kiening beschreibt sie so: „Die Stele, den Bildraum der rückwärtigen Tafel erweiternd, spielt in den Ausstellungsraum hinein, leicht verdreht positioniert von Helmut Ranftl, der mit diesem Kunstgriff Raum für sein Werk einfordert. Die Bildtafel bietet uns Betrachtern neben verschiedenen, winkligen Grauflächen im Zentrum rechts die perspektivische Ansicht einer steinernen Wand mit torartigen Öffnungen. Diese Mauer entwickelt sich zum rechten Bildrand hin in einen imaginären Horizont, der im Nachtdunkel nur zu vermuten ist.“

UnterschiedlicheGrautöne

Ranftl setzt Fläche an Fläche, arbeitet mit unterschiedlichen Grautönen. Er teilt die Areale ab. Sowohl Stele als auch Bildtafel lassen architektonische Bezüge erahnen. Doch neben all diesen und weiteren Interpretationen, die Norbert Kiening dem Publikum als mögliche Auslegung anbot, ist es auch denkbar, sich einfach nur in die Komposition fallen zu lassen. Eben das Werk – wie der Laudator sagte – „einfach nur zu genießen, und in seiner Formen- und Farbenwelt zu schwelgen“.

Den besonderen Charme der Vernissage zur Großen Nordschwäbischen Kunstausstellung machen alle Jahre wieder auch die Begegnungen aus. Durch die Ausstellungsgänge zu flanieren, die Kunst geschwängerte Atmosphäre zu inhalieren, die zart besaiteten Klänge des Streicher-Trios „Clarississimo“ zu hören und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, lässt die Feier ihren Charakter entfalten. Bürgermeister Fischers Begrüßungsworte drangen da wieder ins Bewusstsein, der eingangs betont hatte, wie breit gefächert das Spektrum der ausstellenden Künstler sei, und wie wenige Grenzen es im künstlerischen Ausdruck gebe.

Info Die 38. Große Nordschwäbische Kunstausstellung der Stadt Donauwörth mit dem Berufsverband Bildender Künstler Schwaben-Nord und Augsburg dauert von 31. Januar bis 17. Februar. Öffnungszeiten im Zeughaus: Donnerstag bis Samstag 15 bis 18 Uhr, Sonntag 14 bis 18 Uhr.

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