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16.10.2019

Ein Ort für alte Obstsorten

Eifrig unterstützt von den Mädchen und Buben des Kindergartens pflanzen Behördenleiter Manfred Faber und Bürgermeister Roland Wildfeuer (rechts) den ersten Baum auf der neuen Streuobstwiese bei Daiting.
Bild: Eva Münsinger

Nahe Daiting wird mithilfe eines Förderprogramms eine Streuobstwiese angelegt

An einem sonnigen Südhang, hoch über dem Juradorf Daiting, sollen im kommenden Frühjahr Apfel- und Birnbäume blühen. Roland Wildfeuer ist der einzige Bürgermeister in der Leader-Region Monheimer Alb/Jura, der das Angebot des Amtes für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten (AELF) annahm, eine Streuobstwiese anzulegen. „Für uns ist das ein echter Gewinn“, sagt er, „man kann nicht immer nur über Nachhaltigkeit reden, man muss sie auch leben“.

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Manfred Faber, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen, betonte, wie wichtig Streuobstwiesen für die Artenvielfalt seien. Er bedankte sich ausdrücklich bei Bürgermeister Wildfeuer für dessen Bereitschaft, eine Streuobstwiese anzulegen und auch zu pflegen.

Die Bäume im Wert von 500 Euro brachte Faber gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Philipp Schuhmaier nach Daiting. Es sind insgesamt neun kräftige Jungbäume: ein Walnussbaum, drei Birnbäume und sechs Apfelbäume. Mithilfe von Streuobstwiesen sollen alte einheimische Obstsorten im Landkreis Donau-Ries erhalten werden. „Der Hang ist sehr gut dafür geeignet“, lobte Faber. Gemeinsam mit Wildfeuer pflanzte er den ersten Baum. Eifrig unterstützt wurden sie von den Mädchen und Buben des Kindergartens, die mit ihren Plastikschaufeln flugs ein Loch ausbuddelten. Jeder Baum bekommt einen Blumentopf, auf dem die Kinder liebevoll die Sortennamen aufgemalt hatten. So erfährt man, dass nun der Leitheimer Streifling, der Gewürzkalvill, die Schweizer Wasserbirne und die Doppelte Philippsbirne rund um die schmucke Kapelle wachsen. Auf einer Infotafel ist alles Wichtige über Streuobstwiesen vermerkt.

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Nistkästen und ein Insektenhotel

Eine Sitzgruppe, die Hans Löffler aus dem diesjährigen Maibaum gezimmert hat, lädt zum Verweilen ein. Die Vögel können in bunte Nistkästen einziehen und auf die Bienen wartet ein schönes Insektenhotel vom Gartenbauverein. Im Frühling wird man das emsige Treiben rund um die blühenden Obstbäume und den schönen Ausblick auf Daiting und das Usseltal genießen können. (evm)

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