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Marxheim

15.12.2017

Ein Solarpark und seine Schattenseite

Hier steht sie schon: die Freiflächenfotovoltaikanlage am nördlichen Ortsrand von Oberndorf. In Marxheim zeigt man sich kritisch ob der Planungen eines Solarparks bei Kienberg.
Bild: Wolfgang Widemann

Obwohl ein Gutachten einen möglichen Nachteil eines geplanten Solarparks bei Kienberg entkräftet, ist der Marxheimer Gemeinderat weiter dagegen.

Energiepolitisch gesehen hat ein Solarpark Vorteile, weil die Sonne ein zuverlässiger Lieferant ist. Dieser Tatsache sind sich die Räte der Gemeinde Marxheim bewusst. Dennoch haben die Kommunalpolitiker mit großer Mehrheit gegen ein Vier-Millionen-Euro-Projekt gestimmt, das die Firma Anumar aus Ingolstadt im Rennertshofener Ortsteil Kienberg plant.

Der Grund für die Ablehnung: Viele Bürger aus den beiden Dörfern Burgmannshofen und Gansheim, die zur Gemeinde Marxheim gehören, befürchten eine Spiegelwirkung der Module und haben sich deswegen schon vor einem Jahr in einer Unterschriftenaktion gegen das Sonnenkraftwerk ausgesprochen.

„Dabei handelt es sich um ein nach Baurecht nicht privilegiertes Vorhaben im Außenbereich ohne jegliche Anbindung an größere Infrastruktur wie zum Beispiel überregionale Straßenzüge oder Eisenbahnanlagen“, heißt es in der Stellungnahme, die Bürgermeister Alois Schiegg Ende Oktober 2016 unterzeichnete. Obwohl eine Reflexionsuntersuchung nun die Gefahr einer Blendung verneint, haben die Räte mit 10:2 Stimmen den alten Beschluss bekräftigt.

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Deutlich werde für diese Untersuchung an den Tagen der Sommer- und Wintersonnenwende, dass ein Reflexionspotenzial durch den Photovoltaikpark für die Orte Burgmannshofen und Gansheim nicht nachzuweisen sei, lautet eine Passage in der gutachterlichen Stellungnahme. Würden sich diese Zeilen bewahrheiten, stünde dem Bauvorhaben wohl keine Kritik mehr im Weg. Vor Ort sieht dagegen anders aus. „Wir befürchten nach wie vor, dass die Module blenden können“, äußerte sich Schiegg, da der Solarpark an einem Süd-West-Hang gebaut werden soll.

Für das Sonnenstromareal stimmten Nicole Vervoort und Rita Eder. Man könne schon gegen die Stromtrasse sein, aber nicht gleichzeitig gegen Photovoltaik. „Wir müssen den erneuerbaren Energien eine Chance geben“, argumentierte Eder.

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